ÖAMTC-Autobatterie-Test 2002: Sechs Monate wurden Batterien hoch belastet sowie tief entladen und gefroren

Der Check brachte zwei Testsieger, fünf Batterien mit gutem und vier mit befriedigendem Ergebnis

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Unsere Pannenstatistik bestätigt, dass in 85 Prozent aller Fälle schadhafte Batterien in der kalten Jahreszeit die Pannenursache Nummer 1 sind. Deswegen war es naheliegend, dass wir einmal die gängigsten in Österreich erhältlichen Modelle einem ausgedehnten Check unterziehen", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl zum Autobatterie-Test 2002.

Erstmals hat der ÖAMTC mit dem deutschen ADAC und anderen europäischen Automobilclubs eine Auswahl der gängigsten Produkte am Institut für industrielle Elektronik und Materialwissenschaften der TU-Wien gecheckt.
Auf dem Prüfstand fanden sich im Rahmen dieses Eurotests 11 Standard-und wartungsfreie Batterien der gehobenen Preisklasse von insgesamt 10 Herstellern.

Über sechs Monate dauerte der Belastungs-Test: Von Lade-, Entladevorgängen, Kapazitätsprüfungen, Kaltstartversuchen über Wasserverbrauch bis zur Tiefentladung mit anschließendem Ladeversuch, reichte dabei die Liste der Prüfungen. Für Überraschung sorgten die Batterien der deutschen Hersteller Hoppecke (ca. 75,- Euro) und Moll (ca. 123,- Euro), die die Prozedur am besten überstanden haben. Sie zeigten keine Schwächen und sind daher "sehr gut". Bekannte Namen rangieren nur im Mittelfeld mit "gut": Banner, Bosch (jeweils ca. 100,- Euro), Bären (ca. 60,- Euro), Arktis (ca. 40,- Euro) und Delphi (ca. 85,- Euro) erreichten gute Leistungswerte, zeigten aber auch da und dort Schwächen. Im Detail: zu geringe Startströme und ein viel zu hoher Wasserverbrauch.

Ein wenig abgeschlagen rangieren Exide Classic (ca. 100,- Euro) und Exide XXL (124,- Euro), Polystart (ca. 60,- Euro) und die weiße Varta-Standardbatterie (ca. 100,- Euro), die mit Defiziten bei der Lebensdauer-Simulation und mit hohem Wasserverbrauch negativ auffiel. Die für den Vergleich kompatible ÖAMTC-Universal Batterie war nicht in der Testauswahl, weil sie ist auf dem freien Markt nicht erhältlich ist, wurde aber mitverglichen. Sie würde im vorderen Mittelfeld liegen, zeigt geringen Wasserverbrauch und gute Stromaufnahme.

Der Test bestätigt: Die beste Batterie alleine genügt nicht

Damit die unverzichtbare Stromquelle moderner Mobilität nicht zu ungewollten Überraschungen führt, hat der ÖAMTC-Techniker ein paar wertvolle Tipps rund um Kauf und Wartung der Batterie zusammengestellt:

  • Besitzer moderner Autos sollten in der Betriebsanleitung nachschlagen, bevor sie irgendeine Batterie kaufen. Manche Autohersteller haben konkrete Vorgaben, welche Batterie im Auto verwendet werden soll.
  • Die teuerste Batterie muss nicht die beste sein. Wer keine speziellen Hinweise in der Betriebsanleitung findet, kann ruhig die günstigen Standardbatterien kaufen. Wie der Test zeigt, sind auch einige Produkte der Zubehörketten durchaus zu empfehlen.
  • Wer viele Zusatzverbraucher im Auto hat, sollte wegen der längeren Lebensdauer eine Batterie mit etwas größerer Kapazität auswählen.
  • Kurzstreckenfahrten killen jede Batterie: Darum sollten sie wenigstens einmal im Monat eine längere Ausfahrt (mindestens eine halbe Stunde) unternehmen, und dabei nicht zu viele Stromverbraucher auf einmal im Fahrzeug aktivieren. Die Lichtmaschine ist sonst nicht in der Lage, die Batterie voll zu laden. Ein Ladegerät ist für Wenigfahrer bzw. Wohnmobilbesitzer fast unverzichtbar.
  • Wer mit seiner alten Batterie nur mit Mühe über den Sommer gekommen ist, kann sicher sein, dass beim ersten Kälteeinbruch die Batterie den Motor nicht mehr starten kann. Die ÖAMTC-Techniker können an allen Stützpunkten bzw. Dienstleistungszentren Batterien prüfen und gegebenenfalls für Ersatz sorgen.

Weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse vom ÖAMTC-Autobatterie-Test 2002 finden sich auf der Homepage des Clubs unter: http://www.oeamtc.at/tests.

Aviso an die Redaktionen:
Ein Interview zu den Ergebnissen des Autobatterie-Tests 2002 mit dem ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl ist via APA-Audio-Plattform abrufbar. Außerdem ist zum Batterietest 2002 eine Grafik auf der ÖAMTC-Homepage unter http://www.oeamtc.at/presse zu finden.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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