Leitl: "Rumäniens Mitgliedschaft bei Eurochambres erster wichtiger Schritt in die EU"

Österreichisch-rumänischer Industriepark als neue Initiative zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen

Wien (PWK766) "Europa und damit Österreich stehe voll hinter den EU-Beitrittsbemühungen Rumäniens, mit dessen Integration in ein vereintes Europa eine Achse von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer geschaffen würde", so WKÖ-Präsident Christoph Leitl bei dem gestern gemeinsam mit dem rumänischen Staatspräsidenten Ion Iliescu in der Wirtschaftskammer abgehaltenen Wirtschaftsforum. Leitl: "Mit der Schaffung eines gemeinsamen österreichisch-rumänischen Industrieparks, dessen Realisierung durch den heutigen Besuch konkreter wurde, ist ein weiterer Schritt zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen gesetzt." Wirtschaftliche Impulse seien der wichtigste Motor für ein vereintes Europa, in dem Rumänien und Österreich eine gemeinsame Geschichte aufweisen und als "Partner und Freunde" figurieren.

Die Vollmitgliedschaft Rumäniens bei Eurochambres sei ein erster und wichtiger Schritt zur Integration Rumäniens in die Europäische Union. Österreich habe die bilateralen Beziehungen intensiviert, wobei im Vorjahr erstmals das Handelsvolumen von einer Mrd Euro übertroffen wurde. Mit der Überreichung von sieben Firmenmemoranden an Iliescu unterstrich Leitl die Bemühungen der österreichischen Wirtschaft in Rumänien.

Obwohl der kürzlich veröffentlichte Fortschrittsbericht der EU-Kommission für sein Land Mängel bei Reformen der Justiz und der Korruptionsbekämpfung aufweise, bleibt Iliescu bei dem Beitrittsziel 2007 für sein Land in seinem Vortrag "Rumänien auf dem Weg in die Europäische Union". Er erwarte sich beim Gipfel in Kopenhagen einen "Fahrplan" für die Beitrittsverhandlungen sowie ab 2005 zusätzliche finanzielle Mittel. Iliescu schätzt die positive wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens als bestes Zeichen für den richtigen Weg in eine funktionierende Marktwirtschaft. Immerhin erfülle Rumänien bereits Teile der Maastrichtkriterien wie Budgetdefizit und öffentliche Verschuldung. Wichtige Schritte bei der Harmonisierung der Gesetze und Reduzierung der Bürokratie seien vollzogen. Als Anreiz und wesentlichen Schritt für Auslandsinvestitionen bezeichnete Iliescu die Gründung einer eigenen Institution, deren Chef auch Mitglied der rumänischen Wirtschaftsdelegation ist und österreichischen Firmenvertretern sowohl in Wien als auch in Linz für Informationen zur Verfügung steht.

Die österreichischen Exporte nach Rumänien haben sich seit 1994 mehr als versechsfacht. 2001 verzeichneten die Exporte ein Plus von 35 %, die Importe von 27 %. Österreichische Firmen zählen heute zu den wichtigsten Investoren und Arbeitgebern in Rumänien. Seit 1990 hat die österreichische Wirtschaft rund 650 Mio Euro investiert und liegt auf Platz 6 der Investorenländer. (pt)

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