"Konsument"-Test: Internet-Provider

Schnellerer Internet-Zugang durch ADSL- oder Kabelanbindung mit erheblichen Kosten verbunden. Modem für Normalverbraucher nach wie vor am günstigsten.

Wien (OTS) - Damit durchschnittliche Internet-User den günstigsten Weg zum Datenhighway finden, prüft "Konsument" in seiner November-Ausgabe 40 Produkte von 25 Internet-Providern. Bei allen Testkriterien - Kostenaufwand, technische Leistungen, Webauftritt und Support - konnten nur zwei Provider mit der Note "sehr gut" punkten. Die meisten Produkte erhielten in der Gesamtbeurteilung "gut" (insgesamt 27), elf waren nur "durchschnittlich". Für durchschnittliche Anforderungen am billigsten ist nach wie vor der "dial in"-Zugang, also via Modem und Festnetz-Telefon. Mit ADSL- oder Kabelanbindung ist man zwar flotter im Web unterwegs, aber sie sind um vieles teurer. Mobiler Internet-Einstieg via GPRS-Handy ist noch immer langsam - zirka ein Viertel eines Modemzuganges - und trotzdem kostspielig.

Prinzipiell rät "Konsument" sowohl Neueinsteigern als auch umstiegswilligen Surfern ihre Gewohnheiten zu prüfen, bevor sie sich für die eine oder andere Ein- oder Umstiegsvariante entscheiden. Dazu gehört das persönliche Internet-Verhalten nach Zeit und Umfang der in Anspruch genommenen Internet-Dienste, bereits vorhandene oder gegebenenfalls noch anzuschaffende technische Ausrüstung sowie die Entscheidung über stationären oder mobilen Zugang. Denn davon hängt es letztendlich ab, welche Zugangsart die persönlich günstigste ist.

Im "Konsument"-Test am besten abgeschnitten hat der "dial in"-Zugang, bei dem der Weg ins Internet über Telefon-Festnetz und Modem führt. In dieser Kategorie sind auch die beiden Testsieger "tele.ring" und "inode" vertreten. An einem Rechenbeispiel zeigt "Konsument" wie viel Kosten sich Standard-User über das Jahr hindurch bei Modem-Zugang sparen können: Wer im Durchschnitt zwölf Stunden pro Monat im Netz ist, kommt im rechnerischen Mittel aller einschlägigen Anbieter mit rund 22 Euro davon - Onlinekosten schon mit berücksichtigt. Soll es hingegen ADSL- oder Kabelanbindung sein, ist im Schnitt deutlich mehr als das Doppelte zu berappen. Die Telefon-Grundgebühr jeweils nicht mitgerechnet.

Für ADSL wie für Kabel gilt ein häufig übersehenes Detail: Beide Anschlussarten sind ortsgebunden. Man kann nicht von einem beliebigen Telefonanschluss ins Internet einsteigen, was hingegen bei einem Dial-in-Zugang durchaus möglich ist. Andererseits ist man im Idealfall mit ADSL oder Kabel bis zu zwölf Mal schneller unterwegs, wenn es um den Bezug von Daten geht (download), und bis zum Doppelten, wenn man selbst versendet. Beim typischen User-Verhalten von Erwachsenen macht sich das jedoch kaum bemerkbar. Interessant ist ADSL für jene, die große Dateien wie Musik und Filme auf den eigenen PC übertragen, sich mehrere User (etwa die Familie) einen Internet-Zugang teilen und sich die ADSL-Pauschale aufgrund der Summe der Einzel-Verbindungszeiten rentiert. Beim ADSL-Zugang erzielten die Provider "inode", "silverserver", "wvnet" und "yc net:works" mit der Note "gut" die besten Ergebnisse, neun schnitten "durchschnittlich" ab.

Bei den fünf getesteten Kabelnetz-Betreiber hingegen wurde nur "UPC Telekabel" mit "durchschnittlich" bewertet, die Mitbewerber "Kabelsignal", "Salzburg-AG" , "tplus"und "Liwest" erreichen die Note "gut". In Bezug auf Kostentransparenz sind Kabelnetze anderen Internet-Zugängen meist überlegen: Sind allfällige Einrichtungsgebühren erledigt, weiß der Kabelnetz-Nutzer welche Kosten regelmäßig fällig werden. Die monatliche Pauschale beträgt meist zwischen rund 30 und 70 Euro. Die besten Argumente, das Kabel-und ADSL-Anbieter bieten können, ist die freie Telefonleitung und die ständige Verbindung mit dem Internet. Ob die damit verbundenen Einrichtungskosten und erhöhten Pauschalen den Vorteil eines nicht besetzten Festnetz-Telefons wettmachen können, ist individuell abzuwiegen.

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