Universität Oldenburg: Schüler lernen besser, wenn die Akustik stimmt

Wien (OTS) - Das Institut zur Erforschung von Mensch-Umwelt-Beziehungen der Universität Oldenburg hat in einer aktuellen Studie den Einfluss der Raumakustik auf die Leistungen von Grundschülern untersucht. In diesem Zusammenhang kam das Soundfield-System von SENNHEISER zum Einsatz. Im Ergebnis zeigten sich statistisch nachweisbare Leistungsverbesserungen, wenn Kindern Sprachmaterial über das Soundfield-System angeboten wurde.

Lehr- und Lernerfolge leiden unter zu hohem Grundgeräuschpegel, langen Nachhallzeiten und ungünstiger Raumgeometrie. Sprache wird falsch oder gar nicht verstanden. Sind die Störgeräusche im Vergleich zum Sprachsignal zu laut, werden die Sprachlaute durch den Lärm maskiert. Das gleiche passiert mit Sprachsignalen, die aufgrund raumakustischer Gegebenheiten verzerrt bei den Schülern ankommen. Die Testaufgaben der Studie bestanden aus einem Lautdiskriminationstest, einer Überprüfung des Kurzzeitgedächtnisses und dem Ausführen komplexer Anweisungen. Jede akustische Anweisung erfolgte unter zwei unterschiedlichen Schallbedingungen: In Schallbedingung A hörten die Kinder die Stimme des Lehrers so wie in einem normalen Klassenzimmer. Schallbedingung B unterstützte die Lehrerstimme durch ein im Klassenraum installiertes Soundfield-System.

Unabhängig von der Altersgruppe zeigten sich hier bei allen Kindern statistisch nachweisbare Leistungsverbesserungen, wenn die Sprache über das Soundfield-System wiedergegeben wurde. Je komplexer die Testaufgabe war, desto wichtiger wurden die optimalen akustischen Bedingungen.

Beim Soundfield-System trägt der Lehrer ein kleines Mikrofon, das an einem tragbaren Funk-Taschensender angeschlossen ist. Die Stimme des bzw. der Lehrer(s) wird über diesen Taschensender drahtlos (= volle Bewegungsfreiheit im Unterricht) an einen Empfänger mit integriertem Verstärker übertragen. Der Empfänger/Verstärker kann zum Beispiel im Klassenschrank stehen. Über Lautsprecher wird dann die Lehrerstimme gleichmäßig wiedergegeben, wodurch sie überall in der Klasse gleich gut verstanden wird.

Durch mehrere Audio Ein- bzw. Ausgänge ist es möglich externe audiovisuelle Geräte anzuschließen. Bei Integrationsklassen wird das FM System der hörgeschädigten Schüler direkt an das Soundfield-System angeschlossen. Somit kann der Lehrer ein Mikrofon für beide Systeme verwenden.

Der Einsatz dieses Systems ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Lernsituation in Schulklassen mit relativ geringem Aufwand und ohne bauakustischen Maßnahmen deutlich zu verbessern.

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