JVP-Fuhrmann wechselt Meinung offensichtlich wie Kleidung

ÖGJ bedankt sich bei JVP-Chefin für Klarstellung, dass Kampagne der Bundesregierung in Wirklichkeit Wahlwerbung ist

Wien (ÖGJ). "Ich bin verwundert, dass die JVP, die noch vor ein paar Wochen in der Österreichischen Bundesjugendvertretung (ÖBJV) aktiv für eine Wahlaltersenkung eingetreten ist, sich jetzt plötzlich gegen eine Senkung ausspricht. Offensichtlich darf die Jugend in der ÖVP im Wahlkampf keine eigene Meinung haben", erklärt Stefan Maderner, Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, der auch Mitglied des Präsidiums der ÖBJV ist. "Die ÖGJ tritt seit vielen Jahren für eine aktive Mitbestimmung der Jugend in der Politik und damit für eine Wahlaltersenkung auf 16 Jahre ein."++++

Was die ÖGJ besonders bewundert, ist die Offenheit der JVP-Chefin, dass der Kampagnenbus, der von den Ministern Gehrer und Bartenstein eingesetzt wurde, wohl doch mehr im Auftrag der ÖVP als im Auftrag der Jugend unterwegs ist. "Mit ihrer Aussage 'Im Moment bemühen wir uns zum Beispiel über die neuen Maßnahmen und Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu informieren' hat sie offen auf den Tisch gelegt, dass berechtigte Jugendanliegen parteipolitisch missbraucht werden - auf Kosten der Steuerzahler", so Maderner.

"Ich fordere Silvia Fuhrmann auf, wichtige Jugendanliegen nicht dem Wahlkampf zu opfern", so der Bundessekretär abschließend.

ÖGB, 23. Oktober 2002
Nr. 805

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