Übergangsabschluss für die Angestellten in der Chemischen Industrie

Künftig gemeinsame KV-Verhandlungen mit Chemiearbeitern im Mai

Wien (ÖGB/GPA).Gestern einigten sich der Fachverband der chemischen Industrie und die Gewerkschaft der Privatangestellten auf einen Kollektivvertragsabschluss für die 18.000 Angestellten in der chemischen Industrie. Die Ist- und die kollektivvertraglichen Mindestgehälter steigen jeweils um 1,3 Prozent, dazu gibt es eine Einmalzahlung im Ausmaß von 50 EURO. Der Abschluss gilt für ein halbes Jahr vom 1. November 2002 bis zum 30.April 2003. Im Mai 2003 wird der nächste Gehaltsabschluss für Arbeiter und Angestellte gemeinsam mit der Gewerkschaft Chemie verhandelt. So wie in der Metallindustrie wurden im rahmenrechtlichen Teil eine Rücktrittsmöglichkeit beim Übertritt in die neue Mitarbeitervorsorge und eine Erklärung zum Thema All-in-Verträge vereinbart. Weiters empfiehlt der Fachverband der chemischen Industrie bei gewissen Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen bezahlte Bildungsfreizeit.++++

"Der mit dem Fachverband der Chemischen Industrie ausgehandelte Halbjahresabschluss ist aus der Sicht der GPA als sehr positiv zu bewerten, weil er der strukturelle Veränderung der Branche Rechnung trägt und künftig im Bereich der chemischen Industrie Arbeiter und Angestellte gemeinsam an der Weiterentwicklung der Branchenbedingungen tätig sind. Es ist dies auch ein wichtiger Schritt der Bündelung der Kräfte innerhalb der im Gründungsprozess befindlichen neuen Gewerkschaft, zu der neben der GPA auch die Gewerkschaft der Chemiearbeiter zählt", erklärt der Leiter des Geschäftsfeldes Interessenvertretung, Karl Proyer.

ÖGB, 23. Oktober 2002
Nr. 803

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