REPLIK AUF GLAWISCHNIG: und wer zahlt die Umstellungs- und Betriebskosten?

Wien (23.10.2002) Das BMLFUW dankt für die einleuchtende Erklärung des Pfandprinzips. Dennoch lässt die Grüne Umweltsprecherin die Frage unbeantwortet, wer die Kosten der Umstellung und des Betriebs eines solchen Pfandsystems übernehmen soll.****

Alle Outlets, bei denen Getränke abgegeben werden, müssten nämlich mit einem Rücknahmeautomaten ausgestattet werden, der auch verifiziert, ob für die zurückgegebenen Verpackung tatsächlich ein Pfand bezahlt wurde. Dies ist notwendig, da sichergestellt werden muss, dass nicht Dosen und Flaschen aus dem Ausland, für die niemals ein Pfand gezahlt wurde, zulasten der Wirtschaft abgegeben werden. Kosten pro Automat nach Schätzung der Wirtschaft: ca. 10.000 bis 20.000 Euro. Allein die Anschaffungskosten würden sich bei z.B. 10.000 Outlets auf 100 - 200 Mio Euro belaufen. Hinzu kämen Kosten für die Pfandkennzeichnung der Verpackungen und den Betrieb. Diese Kosten würden letztlich die Konsumenten zu tragen haben.

Besonders probelmatisch schliesslich ist die Kostenbelastung für die kleinen Nahversorger, die auch durch die Bindung wertvoller Quadratmeter für Einweg-Retourware ohnehin schwer getroffen wären.

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