EDV-Vernetzung der Krankenhäuser in Niederösterreich geplant

Lösung für Dialyse Patienten im Industrieviertel

St.Pölten (NLK) - "Niederösterreich legt besonderes Augenmerk auf das ständige Hinterfragen medizinischer Strukturen und ihrer wirtschaftlichen Effizienz", betonte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in einer Pressekonferenz. Auch die geplante EDV-Vernetzung der Krankenhäuser führe zu einer Vereinfachung der Verwaltung und zu einer Qualitätssteigerung in der medizinischen Betreuung. "Die Pilotversuche an allen Chirurgien und Gynäkologien in Niederösterreich haben ergeben, dass Doppeluntersuchungen reduziert, Kosten vermindert und eine bessere Betreuung der Patienten gewährleistet werden. Im neuen EDV-System werden Voruntersuchungen, Operationsergebnisse, Komplikationen, Nachbehandlungen und Verweildauer der Patienten erfasst. Das System ermöglicht, aufgrund der gesammelten Daten, auch eine bessere Vergleichsmöglichkeit auf internationaler Ebene", erklärte Sobotka. Das Gesundheitssystem werde durch die EDV-Vernetzung für die künftigen Herausforderungen fit gemacht. "Es zeigt sich, dass Niederösterreich auf dem richtigen Weg ist", resümierte Sobotka. Niederösterreich betreibe eine aktive Gesundheitspolitik zum Wohl der Patienten. "Durch dieses System kommt es in den nächsten zehn Jahren zu einer Kostenersparnis von rund 14 Millionen Euro", erklärte Sobotka abschließend.

Den Dialysepatienten im Industrieviertel wird eine Lösung angeboten. "Niederösterreich errichtet eine eigene Dialysestation im neuen Thermenklinikum in Baden. Die Investitionskosten belaufen sich bei 5000 Dialysen pro Jahr auf rund 300.000 Euro", erklärte Landesrat Sobotka. Die in Mödling ansässige private Dialysestation konnte sich mit der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse auf keinen Vertrag einigen. "Eine Vertragsvergabe für die private Dialysestation in Mödling kann ausschließlich durch die NÖ Gebietskrankenkasse erfolgen", meinte Mag. Wolfgang Sobotka. Auch das vom Land Niederösterreich angebotene Finanzierungsmodell wurde vom privaten Betreiber abgelehnt. "In Niederösterreich gibt es aber keine finanzielle Bevorzugung einzelner Einrichtungen", führte Sobotka weiter aus. Die weiten Fahrten der leidgeprüften Dialysepatienten im Industrieviertel seien ganz einfach unzumutbar. Die neue Dialysestation in Baden sei die beste Lösung im Sinne der Patienten. "Die optimale medizinische Versorgung auf höchstem Niveau ist damit in Niederösterreich gewährleistet", erklärte Sobotka abschließend.

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