"Ka g´führi)er Schnee ohne Saisonnier"

Tourismus drängt auf "rasche und ausreichende" Versorgung mit Hilfskräften - Heftige Kritik an Roadpricing für Reisebusse

Wien (PWK762) - Österreichs Fremdenverkehr steht, allen bisherigen Trendberichten zufolge, eine ausgesprochen gute Wintersaison 2002/2003 ins Haus. In Hinblick auf zu erwartende Nächtigungssteigerungen soll das geltende Saisonnierkontingent von 8.000 Arbeitskräften "rechtzeitig und ausreichend" vor Saisonbeginn aufgestockt werden.

"Ein Gleichbleiben des Kontingents wäre für den Tourismus, der schon bisher unter Arbeitskräftemangel gelitten hat, eine untragbare Situation. Wir fordern daher eine Steigerung, die sich an der aktuellen Entwicklung in der Tourismuswirtschaft orientiert", betont der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner. "Eine rasche Erledigung ist notwendig. Ende November beginnt in den meisten Wintersportorten die Saison. Bereits einige Wochen vorher müssen die Betriebe wissen, wie viele Saisonniers zur Verfügung stehen werden, damit ein reibungsloser Saisonauftakt in gewohnter Qualität gewährleistet ist".

Wie Schenner im Rahmen einer "Erweiterten Bundesspartenkonferenz" vor Tourismus-Funktionären und Geschäftsführern aus ganz Österreich weiters festhielt, wünsche die Branche eine Entbürokratisierung der Teilzeitbeschäftigung und Erhöhung der Zuverdienstgrenzen. Auf der Wunschliste steht weiters die Forderung nach einer Ausdehnung der Praktikantenabkommen auf alle neuen EU-Beitrittsländer.

Ein wichtiger Punkt ist die Forderung nach Herausnahme von Reisebussen und Schaustellern aus dem "Roadpricing" in Österreich. "Wir verlangen, dass ein deutscher Bus bei uns nicht anders behandelt wird als in seinem Heimatland", unterstreicht Schenner. Da die Reiseunternehmer zusätzliche Kosten direkt dem Urlaubsgast weiter verrechneten, bedeute das Roadpricing für Busse eine Verteuerung des Österreichurlaubs und damit einen Konkurrenznachteil. "Es besteht die große Gefahr, dass unsere deutschen Busreise-Gäste den Eindruck bekommen, dass man bei ihnen abkassieren will. Genau das würde aber den Ruf Österreichs als Urlaubsland schwer schädigen", befürchtet der Sprecher der österreichischen Tourismuswirtschaft. (hp)

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