AK-Erfolg bei Lehrstellengipfel: 1000 Schulplätze mehr und zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Oberösterreicher

Linz (AKO) Als einen späten Erfolg der Arbeiterkammer bezeichnet AK-Bildungsexperte Dr. Fritz Bauer die deutliche Erhöhung um mehr als 1000 Plätze in den ersten Klassen der Berufsbildenden höheren und mittleren Schulen Oberösterreichs. Die AK hat seit 1996 immer wieder eine spürbare Erhöhung der Ausbildungsplätze gefordert, um einerseits den Trend zur höheren Berufsqualifizierung zu entsprechen und andererseits den Lehrstellenmarkt nachhaltig zu entlasten.

Auch bei den Lehrstellensuchenden ist eine Verbesserung des Zusatzangebots über Ausbildungsmaßnahmen gelungen. Für die rund 1250 Jugendlichen, die derzeit noch immer eine Lehrstelle suchen, sind 530 Maßnahmenplätze fix geplant. Den verbleibenden 700 Jugendlichen soll vom Lehrstellenmarkt ein geeignetes Angebot gemacht werden.

Wenn dies nicht rasch gelingt - und die Erfahrungen der letzten Jahre lassen das erwarten - geht die AK davon aus, dass umgehend eine Nachbesserungen des Maßnahmenpakets durch zusätzliche Lehrgangsplätze durch das Land Oberösterreich erfolgt.

Insgesamt ist die Ausbildungsplatzsituation in Oberösterreich durch die jahrelang geübte Kooperation der Sozialpartner, des AMS und der oberösterreichischen Politik und vor allem auch durch die Bereitschaft des Landes OÖ, die finanziellen Lücken zu schließen, die die Bundesregierung hinterlässt, eine bessere als in vielen anderen Bundesländern. "Auch das ist ein Erfolg der nachhaltigen Vertretung der Interessen der Jugendlichen durch die AK Oberösterreich" erklärt dazu AK-Präsident Hubert Wipplinger.

Im heurigen Jahr werden in OÖ mehr als 36 Millionen Euro eingesetzt, wobei der Löwenanteil von rund 27 Millionen Euro auf die Förderung der Lehrbetriebe entfällt. Dazu kommt der Wert der Lohnnebenkostensenkungen im Lehrlingsbereich und jener der sonstigen Entlastungen der Lehrbetriebe. Trotzdem ist die Zahl der Lehrplätze nicht höher als vor Beginn der Ausbildungsplatzkrise 1996, trotzdem wären ohne die zusätzlichen Schulplätze die Schwierigkeiten viel größer. Genau deshalb wird man ohne nachhaltige Reform der Berufsausbildung nicht auskommen.

Bei der Summe der Mittel, die für die Qualifizierung im Lehrstellenbereich eingesetzt werden (sechs Mio Euro vom Land Oberösterreich und 3,1 Millionen Euro von AMS bzw. Bund) und der zusätzlichen Schulplatzfinanzierung des Landes erwartet die AK, dass auch für die allenfalls verbleibenden Jugendlichen die erforderlichen Zusatzmaßnahmen noch gesetzt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass auch tatsächlich jeder Jugendliche in OÖ ein akzeptables und qualifizierendes Ausbildungsangebot erhält.

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