Schweighofer, Feuerstein, List sind Unternehmertrio des Jahres 2002

Bank Austria, Trend und WKÖ kürten die drei herausragendsten Unternehmer des Jahres

Wien (PWK760) - S P E R R F R I S T 19.00 U H R !!!!!!

Bereits zum zehnten Mal wurden gestern, Mittwoch,
die österreichischen Top-Unternehmer aus Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung ausgezeichnet. Das "Unternehmertrio des Jahres", eine Veranstaltung von Bank-Austria, dem Wirtschaftsmagazin Trend und der Sparte Gewerbe-Handwerk-Dienstleistung der Wirtschaftskammer Österreich, fand auch in diesem Jahr unter hochkarätiger Besetzung aus Politik und Wirtschaft im Festsaal der Bank Austria statt. Ziel dieses "Wettbewerbs" ist es, die innovativsten Klein- und Mittelunternehmen zu finden, die in den Bereichen Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung im Laufe des vergangenen Jahres die herausragendsten Leistungen erbracht haben. Und es ist unglaublich, wie einfallsreich Österreichs Unternehmer sind. Mehr als 100.000 Betriebe stellten sich auch heuer wieder der Herausforderung. Den Sprung auf das Podium schafften aber auch heuer wieder nur die jeweils besten drei, die mit schier endlosen Ideenreichtum und viel Mut Erfolge erreicht haben, die die hochrangig besetzte Jury überzeugten.

Der Sieger im Gewerbe: Musterbetrieb punktet mit Mitarbeiterbeteiligungsmodell. Auszeichnungen zählen bereits fast zum Alltag des Vorarlberger Unternehmers Arnold Feuerstein. Der Geschäftsführer der Dorf Montage GmbH & CO KG, der Dorf Installationstechnik, der Dorf Haustechnik GmbH und der Dorf Energietechnik GmbH konnte u.a. den Staatspreis für Energieforschung sowie Umweltpreise der Gemeinde Götzis (1995 und 1997) entgegennehmen. Immer wieder hat Feuerstein in der Vergangenheit seine hohe Visionskraft und die Fähigkeit, Trends und Perspektiven frühzeitig zu erkennen, unter Beweis gestellt. Das veranlasste ihn, sich 1975 der Solar- und Alternativtechnik zu widmen, 1983 die Brennwerttechnik in Österreich einzuführen oder 1992 neue Kooperationsprojekte beispielsweise mit Wohnbauträgern, die völlig neue Wege in der Gestaltung von Organisationsstrukturen ermöglichten, einzugehen. Bereits 1983 führte Feuerstein ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell ein, das bis heute erfolgreich am Markt ist, wobei sogenannte Profiteams eigenverantwortlich vor Ort die verschiedenen Regionen Vorarlbergs betreuen. Zwischenzeitlich ist der Betrieb auf 101 Mitarbeiter angewachsen. Als vorausschauender Unternehmer hat Feuerstein zudem bereits die Weichen für eine erfolgreiche Nachfolge im Unternehmen gestellt.

Knapp auf den zweiten Platz verwiesen wurde der niederösterreichische Fassbinder Franz Stockinger. Ausschlaggebend für die spätere Platzierung ist die Tatsache, dass der Betrieb Stockingers sich als Spezialist für Maßarbeiten und Umsetzer neuer innovativer Ideen verdient gemacht hat. Bereits 1984 wurde das erste Barrique-Fass erzeugt, 1992 der erste moderne Gärbottich. Ab Anfang 1980 wurde zuerst nach Deutschland, dann auch nach Italien, Spanien, Frankreich, in die Schweiz exportiert. In den vergangenen Jahren konnte Stockinger durch seine Anstrengungen auch auf den Exportzug auch in die östlichen Nachbarstaaten aufspringen: Derzeit gehen rund 60 Prozent der Erzeugung in den Export. Zudem leistet der Niederösterreicher einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Lehrlingsausbildung: Während sind 1995 nur sechs Lehrlinge in Ausbildung befanden, konnte bis Ende 2001 eine Steigerung auf 28 Lehrlinge erzielt werden. Derzeit beschäftigt Stockinger in seinem Betrieb in Waidhofen an der Ybbs 12 Mitarbeiter, der Betrieb selbst besteht seit dem 17. Jahrhundert.
Ausgezeichnet wurde auch die Arbeit der Ernst Müller Kraftfahrzeug GmbH (Oberösterreich), die in der Kategorie Gewerbe auf dem dritten Platz landete. Unternehmerische Initiative, Entscheidungsfreudigkeit, hohe Risikobereitschaft, Innovation und persönlicher Einsatz sind jene Eigenschaften, die den vierfachen Familienvater Herrn Ernst Müller auszeichnen und dem Unternehmen eine erfolgreiche kontinuierliche und erfolgreiche Betriebsentwicklung brachte. Mit spezialisierten Lackier- und Reparaturanlagen und deren ständigen Erneuerung, mit Spezialfertigungen in der Allradtechnik, Fahrzeugänderungen bzw. Umbauten, Erstellung von Ersatzteilpaketen muss sich das Unternehmen in engen Marktnischen behaupten und beweist dies durch Erfolge im nationalen aber auch internationalen Wettbewerb. Durch Reininvestition der Gewinne in die Erneuerung insbesondere im Bereich der Lackier- und Staubabsaugungsanlagen wird auch die Senkung der Umweltbelastung groß geschrieben. Die stetige Suche nach neuen Technologien und Nischen sichern die Technologieführung und somit den Vorsprung für den Meisterbetrieb.

Der Sieger im Handwerk: Familienbetrieb als starkes Unternehmertrio. Die Firma List Möbelwerke GmbH (www.list.at) ist ein Beispiel aus Niederösterreich, das für erfolgreiche Spezialisierung im Tischlerhandwerk steht. Die enge Verbundenheit der Gebrüder List (Reinhard, Franz und Manfred) mit den Werkstoffen, ihre Erfahrung, Ausbildung, ihr handwerkliches Können und der ausgeprägte Sinn für Ästhetik machen diesen Tischlereibetrieb zu einem kompetenten Partner u.a. im Bereich der internationalen Schiff-, Hotel- und Objekteinrichtungen. Der Familienbetrieb List ist ein Beispiel dafür wie eine Objekttischlerei sich erfolgreich gegen sinkende Gewinnspannen durch Billigkonkurrenz aus dem Osten wehren konnte und aufgrund langjähriger Entwicklungsarbeit mit Hotel- und Bankeneinrichtung sowie mit Schiffsobjekteinrichtungen internationales Ansehen genießen kann. Dafür wurde die Firma u.a. 2001 mit dem Exportpreis ausgezeichnet. Derzeit beschäftigt der Betrieb rund 240 Mitarbeiter. Die Bundesinnung der Tischler sieht die Firma List GmbH als Export-Repräsentant an der Spitze ihrer 9.000 Mitglieder.

Wie sehr man mit der Erzeugung von Musikinstrumenten erfolgreich sein kann, stellt die Harmonika Müller GmbH (www.harmonika.at) von Peter Müller seit bereits 25 Jahren unter Beweis. Das Kärntner Familienunternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Harmoniken (größte Herstellerfirma von steirischen Harmonikas im EU-Raum) und kann auf viele zufriedene Kunden aus namhaften Orchestern und der Volksmusik im In- und Ausland verweisen. Anpassungen an die individuellen Vorstellungen bei Gestaltung, technischen Variationen sowie höchste Qualität bei Material und technischer Verarbeitung, besondere Liefertreue und Zuverlässigkeit bis hin zur Wartung und Reparatur sind wesentliche Voraussetzungen für eine echte Partnerschaft des Unternehmens mit dem Kunden. Dieses Idealbild wird von den beiden Müller-Brüdern mit ihrem anerkannten technischen Kow-how und derzeit 37 qualifizierten Mitarbeitern verwirklicht.

Auf Platz drei im diesjährigen Unternehmertrio des österreichischen Handwerk landete der Betrieb von Professor Sven Boltenstern (www.boltenstern.at). Der Wiener Goldschmiedebetrieb mit derzeit drei Mitarbeitern zählt zu jenen österreichischen Werkstätten, die internationalen Ruhm errungen haben. 1964 eröffnete er seine eigene Werkstätte und vereinigt seit Jahrzehnten die handwerkliche und künstlerische Komponente dieses Berufes in besonders geglückter Weise. Durch zahlreiche Auszeichnungen und einer eigenen Ausstellung im Künstlerhaus wurde den wohl bekanntesten und schillerndsten Persönlichkeiten im Schmuckschaffen weltweit Anerkennung entgegengebracht.

Der Sieger im Bereich Dienstleistungen: Spitzenbetrieb der Neuen-Energie-Technik
Wie sehr Betriebe im Bereich neuer Energie punkten können, zeigt der Betrieb von Franz Schweighofer (Salzburg). Seine "NET - Neue Energie Technik GmbH" (www.klimabuendnis.at/betriebe/htm.net) beschäftigt sich vorwiegend mit der Planung, Entwicklung, Fertigung, Errichtung und Betreuung von regenerativen Energieversorgungsanlagen (Windkraftwerke, Sonnenkollektoren, Blockheizkraftwerke). Damit hat sich dieses Unternehmen für Dienstleistung voll dem Bereich erneuerbare Energien und insbesondere der sogenannten Fotovoltaik verschrieben. Durch Kooperationen wie beispielsweise mit Dachdeckern und Spenglern gelingt es, neue hochtechnologisierte Energieversorgungssysteme mit dem klassischen Handwerk zu verbinden. Besonders stark ist die Firma in ihrem Auslandsengagement: So wurde über den Betrieb ein Entwicklungshilfeprojekt in Afrika (Zaire) initiiert, Ausbildungsprojekte für sechs Universitäten in Indonesien werden ebenso unterstützt wie die Errichtung von Pumpstationen in Ghana. Darüber hinaus laufen Projekte in Spanien, Kroatien, Tschechien, Tibet und Deutschland. Spezielle Betätigungen laufen in der Planung von autarken Energieversorgungsunternehmen mit einer 100-prozentigen Versorgungssicherheit aus erneuerbarer Energie.

Erfolgreich ist auch der Burgenländer Richard Neubauer mit der gleichnamigen Bauunternehmung (www.neubauer-bau.at). Das seit 1996 bestehende Unternehmen hat sich auf den Bereich der Sanierung und Instandhaltung von Gebäuden und Denkmälern spezialisiert und konnte schon frühzeitig sein Know how bei internationalen Sanierungsprojekten auch im Bereich des Denkmalschutzes umsetzen. Insbesondere nütze Neubauer seinen Standortvorteil in der Grenzregion und konnte dadurch seine Expansionsziele in Richtung Osten erreichen. Innerhalb von nur sechs Jahren wird mit mittlerweile 15 Mitarbeitern der Umsatz nahezu vervierfacht. Mit den von Neubauer entwickelten Mauertrockenlegungs- und Sanierungsverfahren und damit verbundenen starken Dienstleistungsausrichtung (Beratung, Planung) ist es ihm beispielhaft gelungen nicht nur den Berufsgruppen des Bauhaupt- und Baunebengewebes einen Dienst zu erweisen, sondern auch zukunftsweisend neue Wege zu beschreiten.

Platz drei bei den Dienstleistungen belegt das Übersetzungsbüro Translingua der Steirerin Brigitte Messner (www.translingua.at). Ausgezeichnet wurde die Firma nicht nur aufgrund ihrer sprachlichen technischen Innovationen, sondern auch aufgrund der starken Expansionsorientierung nicht nur national, sondern auch international. Das Unternehmen ist auch in ihrer Marketing- und Kommunikationsstrategie durch moderne Medien geprägt und drückt sich durch eine professionelle Internetpräsenz aus, die im Übrigen in dieser Branche bei über 50% liegt. Frau Messner hat bewiesen, dass sie durch entsprechende Qualifikation, hohes Know-how, Qualität und Kundenorientierung erfolgreich ist und somit ihren Kurs in Richtung Expansion fortsetzten kann. (us)

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