GPA-Sallmutter: "Gehrer will Unis frei von Berufstätigen machen"

Universitätsreform, richtet sich gegen arbeitende Menschen - für Implementierungsstopp

Wien (ÖGB/GPA). "Es ist zu befürchten, dass die gestern von der Uni Linz präsentierten Zahlen auch auf Gesamtösterreich zutreffen. Seit der Einführung der Studiengebühren ist demnach der Anteil berufstätiger Studierender deutlich zurückgegangen. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass der Anteil der Studierenden aus Arbeiterfamilien drastisch sinkt. Sollte sich dieser Trend nach Vorliegen gesamtösterreichischer Zahlen bestätigen, so wird deutlich, dass die Hochschulpolitik der Regierung wesentliche Errungenschaften der letzten Jahrzehnte zunichte machen, nämlich die Schaffung von Rahmenbedingungen, die auch Kinder aus Arbeiterfamilien und Berufstätige den Besuch der Universitäten ermöglichen", erklärte GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter zu den gestern vorgelegten Zahlen.

Einmal mehr fordert die GPA neben der Zurücknahme der Studiengebühren auch den Stopp der Implementierung des Universitätsgesetzes. "Es ist skandalös, dass Frau Minister Gehrer ein Gesetz gegen die Mehrheit der Betroffenen durchzieht und gleichzeitig bis heute kein Finanzierungskonzept zur längerfristigen Absicherung der Universitäten vorgelegt hat”, so Sallmutter abschließend.

ÖGB, 23. Oktober 2002 Nr. 802

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