SPÖ-Reiter: VP-Gerstl verbreitet schon wieder Unwahrheiten!

Nicht Stadt Wien, sondern ÖBB für Intervalle auch bei S 7 verantwortlich

Wien (SPW-K) - "Auch die jüngsten Äußerungen von ÖVP-Gemeinderat Gerstl beweisen einmal mehr, dass es ihm bei der Debatte um die Zugfolgen auf der Schnellbahnlinie S 7 zwischen Wien und dem Flughafen Schwechat nicht um eine sachliche Diskussion, sondern ausschließlich um ein parteipolitisch motiviertes Um-Sich-Schlagen geht", stellte Mittwoch der Verkehrssprecher der SPÖ-Fraktion im Wiener Landtag und Gemeinderat, Günther Reiter, fest. Dass dabei Gerstl in sachlicher Hinsicht grobe Unwahrheiten verbreitet, rundet dieses Bild ab", betonte der Mandatar in seiner Replik im Pressedienst der SPÖ Wien. ****

"Nicht die Stadt Wien, sondern die ÖBB setzen - so wie bei den anderen Schnellbahnlinien - die jeweiligen Zugfolgen auch auf der S 7 fest und seien daher auch für diese verantwortlich", erklärte Reiter. Durch die von der FPÖVP-Regierung stark beschnittenen Zuschüsse des Bundes befänden sich die ÖBB in einer wirtschaftlich besonders schwierigen Situation, die sie durch Sparmaßnahmen an allen Ecken und Enden zu kompensieren versuchten. Eine Verringerung oder zumindest keine Verbesserung des Leistungsangebotes seien die Folge, stellte Reiter die Zusammenhänge klar.

Es sei zwar legitim, wenn die ÖBB trachteten, durch Zuwendungen von Seiten anderer ihre Finanzlöcher zu stopfen, dies könne aber nicht automatisch bedeuten, dass die Stadt Wien für die von der FPÖVP-Bundesregierung verursachen, dramatischen Kürzungen automatisch einspringe, setzte Reiter fort. Er hebe erst gestern betont, dass Wien nicht als der Goldesel für die katastrophale, auch im Verkehrsbereich schwer gescheiterte Politik der FPÖVP-Regierung fungieren könne. "So wie allen anderen Politiker der Wiener SPÖ fühlen sich Finanzstadtrat Rieder als auch Verkehrsstadtrat Schicker entsprechend ihrem im Gemeinderat abgelegten Eid in erster Linie gegenüber den Interessen der Wiener SteuerzahlerInnen verantwortlich", sagte der Mandatar.

Reiter: "Die Fakten liegen klar auf dem Tisch: Die ÖBB möchte aufgrund der - ihren Angaben zufolge - geringen Auslastung (4000 Fahrgäste pro Tag) der S 7 und des derzeit noch gültigen Verkehrsvertrages zwischen ihr und der Stadt Wien derzeit keine Taktverkürzung von 30 auf 20 Minuten, haben aber angekündigt, bei der Fahrplanumstellung im kommenden Jahr eine Intervallverdichtung ins Auge zu fassen. Die Stadt hat ein Interesse an dieser und wird darüber mit den ÖBB weiterhin wie ebenso über einen möglichen neuen Verkehrsvertrag Gespräche führen. Eines steht aber dabei fest: Wien kann und wird nicht von vornherein einen Blankoscheck ausstellen. Ich erwarte mir auch von einem schwer wahlkämpfenden ÖVP-Gemeinderat Gerstl, dass er zumindest Tatsachen berücksichtigt und diese nicht länger ganz einfach auf den Kopf zu stellen versucht", schloss Reiter. (Schluss)

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