GETRÄNKEVERPACKUNGEN: GLAWISCHNIG-VORSCHLÄGE BEDEUTEN 255 MIO. EURO BELASTUNG

Umweltministerium hat wirksame Regelung ohne Belastung der Konsumenten bereits umgesetzt=

Wien (bmlfuw, 23.1.2002) Für die Konsumenten ist wichtig, dass zur Vermeidung von Abfall aus Getränkeverpackungen keine neuen Abgaben oder zusätzliche Belastungen kommen. Die von der Grünen Umweltsprecherin Eva Glawischnig geforderten Einwegabgaben oder das Zwangspfand sind in ihrer ökologischen Wirkung fragwürdig, belasten aber zweifellos die Konsumenten. Nach Berechnungen des Umweltministeriums würden durch die Einführung derartiger Abgaben Kosten in der Höhe von jährlich rund 255 Mio. Euro entstehen. Dies würde ohne spürbaren ökologischen Effekt eine zusätzliche finanzielle Belastung jedes österreichischen Haushaltes von rund 115 Euro pro Jahr bedeuten. Dies teilt das BMLFUW mit.****

Ziel des Umweltministeriums ist es dagegen, die Wahlfreiheit der Konsumenten bei Getränkeverpackungen sicherzustellen. Mehr-Weg-Systeme müssen jedenfalls als Option auch in Zukunft erhalten bleiben. Dies wird durch eine freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft sichergestellt. Die von Glawischnig behauptete Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch höhere Abfallgebühren der Gemeinden zeugt schließlich von mangelnder Kenntnis der Sachlage: die Kosten der getrennten Sammlung von Getränkeverpackungen werden nicht durch kommunale Abfallgebühren sondern von der Wirtschaft getragen. Im Bereich der getrennten Sammlung und des umweltgerechten Recyclings schließlich ist Österreich - auch ohne Zwangspfand und Zwangsabgaben - weltspitze:
Die freiwillige Vereinbarung sieht eine 50%ige stoffliche Verwertung der PET-Flaschen bis 2004 vor. Der Erfassungsgrad hat sich seit bestehen der freiwilligen Vereinbarung von 74% auf 79% erhöht und der stoffliche Verwertungsanteil ist von 33% auf 40% gestiegen und wird durch weitere Maßnahmen verbessert.

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