ÖAMTC versteht Blockade-Anliegen, aber nicht "Wettkampf der Blockierer"

Ausweitung der Blockaden trifft vor allem private Kraftfahrer

Wien (ÖAMTC-Presse) - Mit massiven Problemen rechnet der ÖAMTC durch die zahlreichen Straßenblockaden am kommenden Freitag. Allem Anschein nach versuchen die Initiatoren dieser Veranstaltungen nun auch noch, einander zu übertreffen: Die Blockade der Tauern-Autobahn wird von zwei auf vier Stunden ausgeweitet. Diesem "Wettkampf der Blockierer" steht der Club kritisch gegenüber. ÖAMTC-Sprecherin Elisabeth Pechmann: "Die Anliegen der transitverkehrs-geplagten Anrainer sind verständlich, und das demokratische Recht auf Meinungsäußerungen im Rahmen der Gesetze soll jedenfalls gewahrt bleiben." Der Club spricht sich allerdings dafür aus, dass die Aktionen mit Maß und Ziel geschehen und Verkehrsbehinderungen zeitlich wie räumlich nicht übertrieben werden.

Dass gerade an einem Reisewochenende wie diesem -Herbstferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg, Herbstferienende in Nordrhein-Westfalen, Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden, österreichischer Nationalfeiertag am Samstag, vielfach schulautonome Tage in der darauf folgenden Woche bis Allerheiligen - private Kraftfahrer aus dem In- und Ausland so sehr in Mitleidenschaft gezogen werden, findet keine Zustimmung des ÖAMTC. Elisabeth Pechmann: "Wenn die Grenze zwischen Bewusstsein schaffen und Ärger erregen überschritten wird, schadet das sowohl den Anliegen der Transit-Gegner als auch den Menschen, die an diesem Wochenende unterwegs sein wollen oder müssen."

In Westösterreich sind ab Freitagmittag die wichtigsten Transitrouten unbefahrbar. In Tirol wird die Inntal-Autobahn bei Vomp zwölf Stunden lang blockiert, sechs Stunden lang die Fernpassroute unpassierbar gemacht und die Felbertauernstrecke vier Stunden lang nicht befahrbar sein. In Salzburg wird die Tauern-Autobahn bei Flachau von 12 bis 16 Uhr von Transitgegnern besetzt. Und auch die Ausweichstrecke, die parallel führende Katschberg-Straße, kann man von 12 bis 14 Uhr nicht befahren.

Die Blockade der Tauern-Autobahn war vorerst für zwei Stunden angesetzt, wurde nun aber auf vier Stunden ausgedehnt. Argument für diese Maßnahme waren die bei weitem länger dauernden Sperren in Tirol. Wörtlich sprach der Veranstalter davon, dass dies von der Transit-Lobby als Schwachstelle gesehen und für den Umgehungsverkehr von den anderen Transitrouten genutzt werden könnte.

Der ÖAMTC hat Verständnis für die Anliegen der Anrainer, appellierte jedoch schon vor Wochen an die Veranstalter der Kundgebungen, ihre Aktionen zeitlich zu begrenzen und in der Zeit der Straßen-Blockaden sicher zu stellen, dass dem privaten Pkw-Verkehr wenigstens die eingeschränkte Benützung wichtiger Durchzugs-Strecken möglich ist.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Christian Dachs, Elisabeth Pechmann

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002