FP-Ilgenfritz: Reform der EU-Förderungen notwendig

Wirtschaftsoffensive statt Gießkannenprinzip

In seiner gestrigen Rede zum Budget 2003 übte der freiheitliche EU-Abgeordnete Ilgenfritz Kritik daran, dass die EU-Mittel nach dem Gießkannenprinzip verteilt und kaum Schwerpunkte gesetzt werden. Darüber hinaus sei es für ihn nach wie vor unverständlich, dass die Union weiter an zwei Standorten für das Parlament festhält und sich überdies nun auch einen Parlamentarier-Tourismus aus den Beitrittsländern leistet, anstatt eine Wirtschaftsoffensive zu starten. "Der Europäer soll klar erkennen können, wofür sein Geld ausgegeben wird", forderte Ilgenfritz.

Für den Wirtschaftstreuhänder Ilgenfritz steht fest, dass die europäischen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) dringend Risikokapital brauchen. Denn im Hinblick auf Basel II (Kreditverteuerung durch neue Kreditvergaberichtlinien) sind diese als Träger der europäischen Wirtschaft nicht richtig gerüstet (45% der KMU verfügen über kein oder zu geringes Eigenkapital). Ilgenfritz fordert auch eine Neuausrichtung der EU-Wirtschaftsförderung. Die EU-Förderungen dürfen nicht länger nur von der geografischen Lage bzw. dem Lebensstandard einer Region abhängig gemacht werden, sondern müssen auch die branchenspezifische Situation der Betriebe in den Regionen berücksichtigen. Es sei völlig unverständlich, dass Tourismusbetriebe auf Gran Canaria fast doppelt so hohe Förderungen erhalten, wie Betriebe in Tirol, Salzburg, Kärnten und anderen Teilen Österreichs, schloss Ilgenfritz.

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