Schüssel: Hervorragende Beziehungen mit Mittel- und Osteuropa

Österreich Nummer eins bei Investitionen in Slowenien, Kroatien - mit Mittel- und Osteuropa wie bei einem Waldboden verwoben

Wien, 23. Oktober 2002 (ÖVP-PD) Die Frage, ob Österreich seine Chancen in der Außenpolitik zuwenig genützt habe, "ist ein von mancher Seite genährtes Gerücht", sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Parteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner auf eine entsprechende Journalistenfrage. "Fragen Sie die Ungarn, wie die Beziehungen sind: perfekt. Oder fragen Sie die Slowaken und ihren Premier Mikolas Dzurinda, wie die Beziehungen zu Österreich sind", so der Kanzler. Die Tschechische Republik sei bei den bilateralen Beziehungen immer "ein Sonderfall" gewesen. Auch in den Zeiten des Kommunismus sei die tschechische KP "die härteste Partei" in ganz Mitteleuropa gewesen. ****

Als Beleg für die hervorragende Außenpolitik Österreichs verwies der Bundeskanzler auf die ausgezeichneten Beziehungen und Verflechtungen Österreichs und die erreichten wirtschaftlichen und politischen Erfolge. "Wir sind bei den Investitionen Nummer eins in Slowenien und Kroatien, Nummer drei in Ungarn und Tschechien. Die Österreicher mit einem Bevölkerungsanteil von zwei Prozent haben acht Prozent des gesamten EU-Handels mit Ost- und Mitteleuropa. Wir haben 15.000 Joint ventures und damit in den Ländern hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen. Welche Chance sollen wir da nicht wahrgenommen haben?", fragte Schüssel.

1.000 Headquarters würden von Wien aus nach Mittel- und Osteuropa wirken. In der Kulturpolitik sei Österreich weit über seine eigentlichen Möglichkeiten präsent. So sei etwa die Uni Graz Zentrum für ein Bildungsnetwork für den gesamten Balkan, Ian Holender sei bei der Zusammenarbeit der Opern sehr aktiv. Er habe das Gefühl, dass in Österreich gewisse Dinge nicht gesehen würden, so der Bundeskanzler. Man müsse diese daher noch besser erklären. Schüssel verwies auch auf die historisch nicht ganz einfachen Beziehungen zu Slowenien, die jetzt hervorragend seien. "Fragen Sie den slowenischen Premierminister Drnovsek oder den slowenischen Außenminister Rupel oder die Bürgermeister von Marburg oder Laibach oder die Parlamentarier aller Richtungen."

"Oder fragen Sie, wer mit der alten kroatischen Führung zu Tudjmans Zeiten gesprochen hat oder wer Zoran Djindjic gegen Milosevic unterstützt hat", so Schüssel. "Man sollte hier sehr genau hinschauen", forderte der Bundeskanzler, der die Beziehungen Österreichs zu den mittel- und osteuropäischen Ländern mit einem Waldboden verglich: "Wir sind so verwoben, dass dies eine hervorragende Pilzkultur gibt, aus der jedes Jahr, wie nach einem warmen Regen, die positiven Projekte wachsen", sagte Schüssel. (Fortsetzung)

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