Der EU-Osterweiterung muss eine nachhaltige Absicherung der heimischen KMU´s vorangehen!

Krenn: "Vorbereitung der Unternehmer auf die neuen Herausforderungen unumgänglich!"

Wien (OTS 23-10-02) Am Rande der Sozialpartnerkonferenz zur EU-Osterweiterung sprach sich der Vizepräsident der Österreichischen Wirtschaftskammer und stellvertretender Bundesobmann des RFW (Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender) Matthias Krenn für die Erweiterung aus, "ABER diese muss unter allen Umständen für Österreichs Wirtschaftstreibende verträglich sein." ****

Vor allem Betriebe in den Grenzregionen zu den Beitrittsländern fühlen sich durch die Vergrößerung der Europäischen Union bedroht. Es entsteht ein Markt in unmittelbarer Nachbarschaft, der über die gleiche Rechtssicherheit verfügt, große Wachstumspotenziale birgt, EU-Förderungen erhält und durch weniger Steuern belastet ist. "Die zusätzliche Konkurrenz und ein etwaiger Kaufkraftverlust, das sind Themen, welche die Unternehmer an den Grenzen mehr und mehr beschäftigen. Hier ist es jetzt besonders wichtig die Firmen zu unterstützen, ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie die veränderte Situation bestmöglich nutzen können", so der FP-Vizepräsident.

Kritik übt Krenn an der ÖVP und an WKÖ-Präsident Leitl: "Sie räumen der raschen Osterweiterung höhere Priorität ein, als einer nachhaltigen Absicherung der, an ihren Standorten fest verwurzelten, österreichischen Kleinst- und Kleinunternehmerstruktur. Für rund 60.000 Betriebe sind die Rahmenbedingungen existenzgefährdend." Über sehr wohl vorhandene negative Entwicklungen muss offen informiert werden, geeignete Lösungsmodelle sind rasch anzubieten beziehungsweise rechtzeitig umzusetzen. Der RFW pocht schon lange darauf, eingehender Vorbereitungen wie der Schaffung einheitlicher Standards nachzukommen.

Die Erweiterung ist daher für Vizepräsident Matthias Krenn nicht nach einem politischen Datum, sondern nach der wirtschaftlichen Vertretbarkeit für die heimischen Klein- und Mittelbetriebe auszurichten. "Wenn notwendig, gilt es sich Gedanken darüber zu machen, die Erweiterung ein bis zwei Jahre nach hinten zu verschieben", so Krenn und weiter, "die Vergrößerung der Europäischen Union ist ein zu wichtiges Thema und ein zu wichtiger Schritt, um sie in einer Husch-Pfusch-Aktion durchzuziehen."

Weitere Themen, die nach Meinung von Matthias Krenn auch noch zu klären sind, ist einerseits die Frage des Transits, als auch die Causa Temelin, in der die vereinbarten Sicherheitsinvestitionen unbedingt noch vor Beitritt zu tätigen sind. (Schluss)

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