AK-Kritik: Arbeitsinspektoren müssen Kontrollen ankündigen Utl: Arbeiterkammer fordert Änderung des Arbeitsinspektionsgesetzes

Klagenfurt(OTS) - Eine Änderung des am 1. Jänner 2002 in Kraft getretenen neuen Arbeitsinspektionsgesetzes fordert die Arbeiterkammer Kärnten. Die Novelle legt fest, dass Arbeitsinspektoren Betriebe nur kontrollieren dürfen, wenn die Überprüfung der Wirtschaftskammer vorher angekündigt wurde.
"Das ist eine unhaltbare Bestimmung. Wenn Arbeitgeber über ins Haus stehende Kontrollen vorgewarnt sind, wird aus der strengen Arbeitsinspektion ein belangloser Betriebsbesuch", kritisiert AK-Präsident Josef Quantschnig. Angekündigte Kontrollen bedeuten, dass Missstände nicht aufgedeckt werden, Gefahrenquellen unerkannt bleiben und damit die Schutzbestimmungen für Arbeitnehmer aufgeweicht werden.
Betroffen von der neuen Regelung sind alle Kontrollen der Arbeitsinspektoren nach dem Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetz, nach dem Arbeitszeitgesetz und nach dem Arbeitnehmerschutzgesetz.
Das jederzeitige, unangemeldete Betretungsrecht der Arbeitsinspektion ist unverzichtbar und darf im Interesse eines effizienten Arbeitnehmerschutzes in keiner Weise eingeschränkt werden, fordert die Arbeiterkammer. Die Kontrollen über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen am Arbeitsplatz sind nur dann wirksam, wenn sie weiter ohne vorherige Ankündigung erfolgen, sagt die AK und fordert eine Rücknahme dieser Bestimmung und eine Änderung des Arbeitsinspektionsgesetzes.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Kommunikation
Mag. Christa Maurer
Tel.: 0463/5870-238
Fax: 0463/5870-236
c.maurer@akktn.at
http://www.akktn.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKK0001