IV für gemeinsame und grenzüberschreitende Infrastrukturpolitik

EU-Erweiterung setzt Wirtschaftsimpulse für Wirtschaftsregion Österreich - IV will schnelleren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur durch PPPs - Anliegen der gesamtösterreichischen Wirtschaftspolitik muss Aus- und Weiterbau sämtlicher Infrastrukturbereiche sein -Standort Österreich für Headquarterfunktion attraktiv gestalten

Wien (PdI) "Die EU-Erweiterung und der Wegfall der Grenzen eröffnet für Österreich einen völlig neuen Handlungsspielraum. Bisher abgeschottete ländliche Regionen erhalten die Chance, sich durch Neuausrichtung auf die benachbarten Wirtschaftszentren jenseits der Grenzen wirtschaftlich und gesellschaftlich zu entwickeln", betonte Dr. Erhard Fürst, Bereichsleiter Industriepolitik & Ökonomie der Industriellenvereinigung (IV). "Während politisch noch diskutiert wird, vollzieht die Wirtschaft die Erweiterung bereits seit Jahren", so Fürst. Seit der Ostöffnung 1989 stiegen sowohl die österreichischen Exporte nach Mittel- und Osteuropa als auch die Importe aus diesem Raum (allein 2001 rund 1,9 Mrd. Euro Handelsbilanzüberschuss). "Eine der Hauptaufgaben der nächsten Bundesregierung wird sein, die Attraktivität des Standortes Österreich durch eine entsprechende Infrastrukturanbindung nach Norden, Osten und Süden zu erhalten."

"Der Verkehr wird zunehmen, mit oder ohne Erweiterung", erklärte Fürst. Die Infrastrukturoffensive der Bundesregierung ist ein wichtiger Schritt, denn die Leistungsfähigkeit und Vernetzung der Infrastruktureinrichtungen werden die Position Österreichs im Wettbewerb bestimmen. Darüber hinaus würden die geplanten Investitionen durch eine deutlich verbesserte Auslastung der Baukapazität einen mittelfristigen Impuls für die konjunkturelle Entwicklung setzen. Zur beschleunigten Fertigstellung der vorrangigen Strecken bedürfe es der verstärkten Nutzung von Public Private Partnership (PPP) Modellen, so Fürst. Durch Vorfinanzierungen könne man so temporäre Finanzierungsrestriktionen überwinden und auf Basis einer neuen, intelligenten Leistungspartnerschaft Staat-Privat eine Win-win-Situation erzielen.

Neuorientierung der Regionen

"Die nächste Runde der EU-Erweiterung und der Wegfall der Grenzen stellt den Ausgangspunkt einer tiefgreifenden Neuorientierung der Regionen dar", erklärte KR DI Dr. Richard Schenz, Präsident der Industriellenvereinigung Wien und Regierungsbeauftragter für den Kapitalmarkt im Bundesministerium für Finanzen. Österreich kann nun noch stärker die Chancen seiner geografischen Nähe zu den neuen EU-Ländern nutzen. Eine Bestandsaufnahme der Infrastruktur zeige aber, dass Österreich zwar an einige wichtige regionale wie europäische Verkehrssysteme angeschlossen sei, die vorhandenen Verkehrswege aber teilweise ausgelastet und veraltet und somit nicht in einem den Erfordernissen entsprechenden Ausbauzustand sind. Um eine "Umfahrung" Österreichs zu vermeiden, müsse der Aus- und Weiterbau sämtlicher Verkehrsinfrastrukturbereiche ein wesentliches Anliegen der gesamtösterreichischen Wirtschaftspolitik sein. "Ein nicht erreichbarer Wirtschaftsraum ist ein toter Wirtschaftsraum", betonte Schenz.

Gezielte Infrastrukturmaßnahmen seien auch Voraussetzung, den Standort Österreich für Headquarterfunktionen für den mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum attraktiv zu gestalten. Die Bedeutung von Headquarters (HQs) für einen Wirtschaftsstandort ist unbestritten: Sie sind lokale, oft sogar regionale wirtschaftliche Impulsgeber. Dass die zentralen Schaltstellen in Österreich bleiben und zusätzliche nach Österreich kommen ist deshalb so wichtig, weil dadurch wesentliche Impulse wie etwa Forschungsprojekte, Investitionen, Arbeitsplatz- und Ausbildungsmaßnahmen gesetzt werden, die einen Standort oder sogar eine ganze Region beleben und aufwerten können.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: (++43-1) 711 35-2306
Fax: (++43-1) 711 35-2313
info@iv-newsroom.at
http://www.iv-net.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001