Stellungnahme zu den Anschuldigungen gegen ESSO

Wien (OTS) - Wahlspende

Tatsache ist, dass ExxonMobil für Bushs Wahlkampagne, die US $ 200 Mill. gekostet hat, keine Spenden aufgebracht hat. Die Mitarbeiter haben nur US $ 5000, ca. ein Vierzigtausendstel der Kampagne, gespendet. Andere politische Spenden im Zeitraum von 1999-2000 vom Unternehmen und seinen Mitarbeitern beliefen sich auf US $ 1,2Mill., aber weder die Spenden des Unternehmens noch der Mitarbeiter waren hoch genug, um in die Liste der 140 Top-Spender aufgenommen zu werden, in einem Land, in dem Unternehmens-Spenden an politische Parteien als normal betrachtet und veröffentlicht werden. Eine staatliche Parteienfinanzierung gibt es in den USA nicht.

Weiters ist es absurd zu unterstellen, dass ESSO, oder die Mutterorganisation ExxonMobil die Vereinigten Staaten zur Ablehnung des Kyoto Protokolls gebracht hätten. Der US Senat bereitete den Boden für die Ablehnung des Kyoto Protokolls bereits 1997 unter der Regierung Clinton, als er mit 95 zu 0 Stimmen gegen die Unterstützung eines Abkommens, welches die Entwicklungs- und Schwellenländer nicht in das Abkommen einbinden sollte, stimmte. Weder Clinton noch Bush hätten Kyoto ratifizieren können, da die Ablehnung des Protokolls der allgemeinen amerikanischen Sicht entspricht und auch in anderen Ländern noch diskutiert wird.

ESSO und der Klimawandel

ESSO nimmt den Klimawandel sehr ernst. Wir belassen es nicht bei Worten und Resolutionen, sondern tun wirklich etwas. Wir haben die Energieeffizienz in unseren eigenen Anlagen in den letzten 25 Jahren um mehr als 35 Prozent verbessert. Die damit erzielte Energieeinsparung ist so groß, dass sie dem Verbrauch aller europäischen Kraftfahrzeuge für zwei Jahre entspricht. Allein unsere Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, die wir seit langer Zeit betreiben, sparen jährlich fast 7 Millionen Tonnen CO2 ein.

ExxonMobils Umweltschutzbilanz zählt zu den besten in der Industrie weltweit. In Großbritannien hat ESSO über die Jahre Schrittmacherfunktion bei der Einführung umweltschonender Kraftstoffe übernommen. Die internationale Qualitätszertifizierungsgesellschaft Lloyds Register hat ESSO, im Hinblick auf die Integration von Umweltgesichtspunkten in unser Geschäft, als "führend in der Industrie" charakterisiert. Solche Fakten werden bedauerlicherweise von Kampagneteilnehmern ignoriert, die häufig mehr an Fernsehauftritten, als an ernsthafter Diskussion wichtiger Zusammenhänge interessiert sind.

ExxonMobil hat viele konkrete Schritte unternommen, um das Risiko der Klimaveränderung anzugehen.

- Wir haben in unseren Raffinerien und Chemieanlagen die Energieeffizienz in den letzten 25 Jahren um 37 Prozent verbessert. Das führt zu einem Rückgang der Kohlenstoffemissionen um über 200 Millionen Tonnen.

- Wir verwenden seit langem Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in unseren Raffinerien und Chemieanlagen und erzeugen damit Strom und Dampf doppelt so effizient wie in konventionellen Kraftwerken.

- Wir forschen ständig an neuen Energiesystemen mit reduzierten Kohlenstoffemissionen und gesteigerter Energieeffizienz.

- Wir kooperieren mit General Motors und Toyota zur Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie.

- Wir bekämpfen das Abholzen von Wäldern und haben erhebliche Mittel für Baumpflanzaktionen aufgewendet.

ESSO und regenerative Energien

ESSO ist der Meinung, dass alle Formen von Energien ihre Rolle bei der Deckung des gegenwärtigen und zukünftig wachsenden Energiebedarfs der Welt haben; Die meisten Experten jedoch, wie z.B. die Internationale Energie Agentur, glauben, dass es noch Jahre dauern kann, bevor die erneuerbaren Energien einen nennenswerten Beitrag zum weltweiten Energiebedarf leisten können. Selbst die Europäische Kommission hat in ihrem Abschlußbericht zum Grünbuch über eine europäische Strategie für Energieversorgungssicherheit vom 26. Juni 2002 festgestellt, dass im Jahre 2030 der Anteil der erneuerbaren Energien am europäischen Gesamtverbrauch lediglich 9 % ausmachen wird. Das liegt unter anderem daran, dass beim gegenwärtigen Stand der Technik erneuerbare Energien nach wie vor einen erheblichen Nachteil im Bereich der Kosten und Zuverlässigkeit haben, z.B. kostet Solarenergie 8 bis 10 mal mehr als fossile Energie.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass der Einsatz erneuerbarer Energien nicht ohne Einfluss auf die Umwelt bleibt, insbesondere wenn sie in einem Umfang eingesetzt werden, der einen nennenswerten Beitrag zum globalen Energiebedarf erbringt. Z.B. trifft die Windenergie auf erhebliche Vorbehalte wegen des Einflusses der Windmühlen auf die Tierwelt und ihre offensichtlichen Sicht- und Lärmbelästigungen. Wenn sich die Aussichten für erneuerbare Energien in den kommenden Jahren verbessern sollten, gehen wir davon aus, dass wir daran in erheblichem Umfang partizipieren würden, wenn wir uns entscheiden sollten, noch einmal geschäftliche Aktivitäten in diesem Bereich aufzunehmen.

Andererseits hat ExxonMobil erhebliche Investitionen zur Absenkung der CO2-Emissionen in unseren Anlagen und in die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie vorgenommen, weil wir diesen Technologien bereits kurzfristig ein großes Potenzial zur Emissionsreduzierung zutrauen.

Wir haben viel Erfahrung mit erneuerbaren Energien gemacht und in der Vergangenheit mehr als US $ 500 Mill. investiert. Basierend auf diesen Erfahrungen haben wir uns in den 1990ern entschlossen uns auf unser Kerngeschäft im Energie und Petrochemischen Bereich zu konzentrieren.

Unser gewärtiger Fokus liegt auf der effizienteren Nutzung der heute bedeutendsten Energiequellen, nämlich der Kohlenwasserstoffe Erdöl und Erdgas, die, wie vorhin erwähnt, auch in den nächsten Dekaden den Löwenanteil der internationalen Energieversorgung decken werden. Die Auffassung über die anhaltende Bedeutung der Kohlenwasserstoffe wird dabei beinahe von allen Regierungen, internationalen Institutionen, wie auch der EU-Kommission geteilt. Dieser Ansatz, der von großen Energie-Effizienzsteigerungs-Projekten bis zu bahnbrechenden Entwicklungen im Bereich "Nieder-Emissions-Fahrzeuge" reicht, hat schon jetzt zu einer Verbesserung beigetragen und bietet die Aussicht von signifikanten Emissionsreduzierungen auf globaler Basis auch in Zukunft.

ESSO und Menschenrechte

ExxonMobil verurteilt jedwede Form von Menschenrechtsverletzungen und bestreitet an Menschenrechtsverletzungen beteiligt zu sein. Zu den ausdrücklichen Grundsätzen der Konzernpolitik der ExxonMobil gehört auch der Respekt und die Achtung vor den Menschen und Kulturen, in deren Nachbarschaft wir tätig sind.

ESSO und die Grauwale

Während der Suche nach Erdöl vor der russischen Insel Sachalin im Jahr 2000 sind von unserem Unternehmen Meeresbiologen hinzugezogen worden, die sicherstellen konnten, dass die Futtersuche der Wale nicht gestört wurde. Während mehrerer Wochen wurden die Explorationsarbeiten unterbrochen, um die Tiere nicht zu stören. Sie wurden erst wieder aufgenommen, als die Grauwale sich entfernt hatten.

ESSO weigert sich seit über 10 Jahren, die gesamte Schadenssumme der Exxon-Valdez-Katastrophe zu bezahlen.

Die von der Valdez- Katastrophe betroffenen Menschen wurden sofort von ExxonMobil entschädigt. Lediglich gegen die zusätzlichen vom Staat verhängten Strafzahlungen- in etwa der 10fachen Schadenshöhe-hat ExxonMobil wegen Unverhältnismäßigkeit Rechtsmittel ergriffen.

Weitere Informationen zu ExxonMobil -Positionen finden Sie im Internet unter:

http://www.prod.esso.com/eaff/essouk
Stop ESSO response & other Issues in the News

http://www2.exxonmobil.com/Corporate/Newsroom/Publications/

Es fällt auf, dass von Greenpeace Austria nur Vorwürfe erhoben werden, die sich in Österreich bzw. Europa nicht vor Ort nachprüfen lassen. Das liegt daran, dass Greenpeace Austria sich aus einer Kampagne, die vor zwei Jahren in Großbritannien gelaufen ist, einige falsche Behauptungen herausgepickt hat. Diese sind längst widerlegt und überholt.

Rückfragen & Kontakt:

ESSO Austria GmbH
Dr. Franz Hartmann
Tel.: 01/ 50 140 / 269

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