ÖAMTC: Alko-Lenker gefährden vor allem Leben anderer

Allein 57 Tote nach Alko-Unfällen von Jänner bis August 2002

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Zwei Drittel aller Getöteten bei Alko-Unfällen sind nicht die Alko-Lenker selbst", zieht ÖAMTC-Verkehrsexperte Roman Michalek eine nüchterne Bilanz. Mit anderen Worten: Der Rausch, mit dem sich der eine ans Steuer setzt, endet häufig für einen anderen, völlig Unschuldigen, tödlich. Erst am vergangenen Wochenende starb ein siebenfacher Familienvater in Niederösterreich, als er von einem betrunkenen Lenker gerammt wurde. Von Jänner bis August 2002 passierten in Österreich 1.637 Unfälle durch Trunkenheit am Steuer, 57 Menschen kamen dabei ums Leben.

Die Statistiken sprechen eine klare Sprache - Alko-Lenker sind meist jung und männlich. Neun von zehn Alko-Unfällen werden von Männern verursacht. Bei einem Drittel aller Unfälle sind die Lenker zwischen 15 und 24 Jahre alt. Selbstüberschätzung steht bei diesen Risikolenkern ganz oben auf der Liste der tödlichen Promille-Irrtümer.

Hingegen sind Frauen häufig die Leidtragenden bei Alko-Unfällen:
Obwohl nicht einmal bei jedem zehnten Unfall eine betrunkene Frau am Steuer sitzt, ist jede fünfte Getötete nach Alko-Unfällen eine Frau. Opfer am Beifahrersitz war am vergangenen Wochenende auch eine 18-jährige Spittalerin. Die Fahrt im Auto eines Alko-Lenkers endete auf einer Böschung der Drau, wo das Fahrzeug vor dem Sturz ins Wasser gebremst wurde. Die Kärntnerin überlebte schwer verletzt.

ÖAMTC-Experte Michalek appelliert:

* Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht. Vielen fehlt es nach wie vor an Bewusstsein, dass es schon durch geringe Alkohol-Mengen zu massiven Beeinträchtigungen kommen kann. "Schon vor dem ersten Schluck eine kluge Entscheidung treffen und sich keinesfalls an die Promillegrenze herantrinken", so Michalek.

* Nicht wegschauen, wenn sich jemand betrunken hinters Steuer setzt. Soziale Kontrolle ist erforderlich, um Alko-Lenker vom Fahren abzuhalten. Auch wenn der Betroffene hundertmal beteuert, er könne noch fahren, muss man ihn unbedingt daran hindern und ihm notfalls den Schlüssel wegnehmen.

* Nicht mit einem alkoholisierten Lenker mitfahren. Auch wenn er ansonsten verlässlich fährt - wenn sich ein Fahrer alkoholisiert hinters Lenkrad setzt, dann muss man als Mitfahrer die Notbremse ziehen. "Es fällt in dieser Situation oft besonders schwer - trotzdem unbedingt 'nein' sagen", appelliert Michalek.

* Nicht in betrunkenem Zustand zu Fuß nach Hause gehen. Es gibt immer wieder tragische Unfälle mit Fußgängern, die betrunken auf der Straße torkeln. Zum Selbstschutz sollte man sich unbedingt ein Taxi rufen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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