Hawlicek: Künstler müssen im Mittelpunkt stehen

Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik feiert 10-jähriges Bestehen nach Neugründung

Wien (SK) "Als wir uns vor 10 Jahren neu gegründet haben, stellten wir uns den Anspruch, eine Plattform für Kulturschaffende und Künstler zu sein und deren Interessen, Wünsche und Anliegen an die verantwortlichen Politiker heranzutragen. Daran hat sich bis heute nichts geändert", betonte Hilde Hawlicek, seit 1992 Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik (ÖGK) am Dienstag in einem Pressegespräch. Gemeinsam mit Kuratoriumsvorsitzendem Milo Dor präsentierte Hawlicek die Festschrift "Dialog, Begegnung, Kommunikation: 10 Jahre Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik". Darin sind neben der Dokumentation der Veranstaltungen der vergangenen 10 Jahre Kommentare von Kulturschaffenden, KünstlerInnen und KulturpolitikerInnen festgehalten. ****

"Künstler und Kulturschaffende sind im schwarz-blauen Österreich als 'Nestbeschmutzer', 'Staatskünstler' und seit der kürzlich stattgefundenen Nestroypreis-Verleihung als ‚Sanktionenkünstler' bezeichnet und behandelt worden. Diese Situation ist unerträglich" kritisierte Hawlicek die aktuelle kulturpolitische Lage. Die ÖGK habe dies in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Diskussionen aufgegriffen, erinnerte Hawlicek und verwies in diesem Zusammenhang auf die Veranstaltungen "Die Hand, die füttert..." mit Regisseur Franz Nowotny, Hubsi Kramar und Gerhard Ruiss sowie das SPÖ-kritische Gespräch "Kulturpolitik auf dem Prüfstand" mit Staatssekretär Wittmann.

"Ich erhoffe mir frischen Wind für die Kulturpolitik, um endlich eine gerechtere Situation für Künstler in der Gesellschaft herbeizuführen", formulierte der Schriftsteller Milo Dor seine Forderungen.

Auf die Frage nach dem nächsten Kulturminister betonte Hawlicek, dass es nicht darum gehe, bestimmte Namen ins Spiel zu bringen. "Wichtig ist für uns, dass Kultur nicht länger 'Chefsache' bleibt, sondern es wieder ein eigenes Ministerium gibt", betonte Hawlicek, in den achtziger Jahren selbst Kultur- und Unterrichtsministerin. "Es müssen endlich wieder die KünstlerInnen in den Mittelpunkt rücken. Die Politik hat die Verpflichtung, ihnen ihre Arbeit zu ermöglichen, die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, die KünstlerInnen zu hören und ihnen Interesse und Respekt entgegenzubringen" so Hawlicek.

Abschließend präsentierte die ÖGK ihre Homepage www.kulturpolitik.spoe.at , auf der sich neben Veranstaltungsdokumentationen und -tipps aktuelle kulturpolitische Themen sowie entsprechende Links finden.

Bestellhinweis: Festschrift "Dialog, Begegnung, Kommunikation: 10 Jahre Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik" Tel. (01) 533 65 55 oder Mail kulturpolitik@gmx.at (Schluss) se/mm

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http://www.spoe.at

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