Erneut Zwischenfälle im österreichischen Luftraum

Bereits 44 Draken-Einsätze nach dem 11. September

Wien (BMLV) - Ende der vergangenen Woche kam es bei Routinekontrollen neuerlich zu zwei Zwischenfällen im österreichischen Luftraum. Die S35 OE Draken identifizierten zwei US-Kampfflugzeuge und ein russisches Transportflugzeug. Nach den Terroranschlägen in den USA und im Zusammenhang mit den Entwicklungen im Nahen Osten kontrolliert das Bundesheer verstärkt den österreichischen Luftraum. Das Bundesheer hat seine Draken seit dem 11. September bereits 44 mal einsetzen müssen.****

Zwei Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe starteten Freitag, den 18. Oktober 2002, vom US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem (D). Die beiden Maschinen flogen im Radarschatten eines KC-10 Tankflugzeuges. Am Radarschirm der Goldhaube war jedoch nur ein Flugobjekt zu sehen. Die Flugzeuge wichen außerdem von der vorgeschriebenen Flugroute ab und mussten von der deutschen Flugsicherung wieder auf Kurs gebracht werden. Die Fluganmeldung war dazu kurzfristig zweimal geändert worden. Die militärische Luftraumüberwachung entschied deshalb, "das Flugobjekt" zu identifizieren. Draken-Abfangjäger erreichten die 3 Flugzeuge im Luftraum über Innsbruck. Die US-Maschinen waren für einen Überflug angemeldet und landeten am italienischen Stützpunkt Sigonella. Der Zweck der Überstellung ist unklar.

Am Samstag, den 19 Oktober 2002, identifizierten Draken-Abfangjäger ein russisches Transportflugzeug der Type Antonov 124 im Luftraum über Linz. Die Zivilmaschine mit dem Ziel Senegal kam aus Russland. Die Antonov wurde kontrolliert, da sie bereits am 6. September mit einer diplomatischen Auflage - also mit der Elaubnis, besondere Güter zu befördern - über Österreich geflogen war. Für Samstag war diese Sondergenehmigung nicht beantragt worden.

Das Bundesheer wird den österreichischen Luftraum deshalb auch in Zukunft intensiv überwachen.

22. Oktober 2002 (Schluß)

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