Lehrlingspaket: Änderungen im Beitragsbereich für Lehrlinge

WKÖ vereinbart administrative Erleichterungen bei der Lohnverrechnung

Wien (PWK757) Das von der Regierung zuletzt beschlossene Paket zur Lehrlingsförderung führt neben der Einführung des Lehrlingsschecks im Wert von 1000 Euro, der Verlängerung des Jugendausbildungs-Sicherungsgesetzes um 2 Jahre sowie den Verbesserungen im Bereich der Lehrlings- und Schülerfreifahrten auch zu verschiedenen Änderungen im Beitragsbereich für Lehrlinge:

  • Gänzlicher Entfall des Unfallversicherungsbeitrags (ab 1. Oktober) und des Insolvenzentgeltsicherungsbeitrages (ab 1. Jänner)
  • Entfall der Krankenversicherungsbeiträge in den ersten zwei Jahren der Lehrzeit, Beitrag nur im 3. und 4. Lehrjahr (ab 1. Oktober)

"Diese Änderungen sollen aber nicht zu aufwendigen unterjährigen Umstellungen der Lohnverrechnungsprogramme führen", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich.

Um die im Verhältnis zu den geringfügigen Änderungen mit hohen Kosten verbundenen Umstellungen so gering wie möglich zu halten, konnte die Wirtschaftskammer Österreich, gemeinsam mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und den Gebietskrankenkassen, folgende Vorgangsweise vereinbaren:

  • Von den Dienstgebern sind bis Jahresende überhaupt keine Meldungen mit Beitragsgruppen für Lehrlinge vorzunehmen. Auch können Einzahlungen für Lehrlinge im vierten Quartal 2002 überhaupt entfallen und sollen im Jänner 2003 nachverrechnet werden.
  • Da die Gebietskrankenkassen ihre EDV-Programme bereits umgestellt haben, werden diese fehlenden Meldungen und Einzahlungen zwar technisch automatisch beanstandet, bleiben aber für die betroffenen Unternehmen für heuer ohne Sanktionen.
  • Die Endabrechnung erfolgt dann zur Gänze im Jänner 2003

"Damit wird den Unternehmen die Möglichkeit gegeben, die Umstellung der Lohnverrechnungsprogramme zu einem gemeinsamen Zeitpunkt mit allen weiteren erforderlichen Umstellungen (z.B. Abfertigung Neu, Kollektivvertragsanpassungen, Steueranpassungen) kostengünstig vorzunehmen", so Gleitsmann abschließend. Sollten aus dieser festgelegten Vorgangsweise Probleme resultieren, wird allen Dienstgebern empfohlen, sich mit ihrer zuständigen Gebietskrankenkasse in Verbindung zu setzen. (NL)

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Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit

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