Die ÖBB bewegen Klagenfurt

Neue Unterführungen sorgen für mehr Mobilität und Sicherheit in der Landeshauptstadt

Klagenfurt (ÖBB) Am 22. Oktober 2002 wurde in der Landeshauptstadt Klagenfurt ein weiterer Meilenstein im zweigleisigen Ausbau der Südbahn erreicht. Drei neue Bahnunterführungen konnten von ÖBB-Projektleiter Ing. Siegfried Moser und Bürgermeister Dkfm. Harald Scheucher dem innerstädtischen Straßenverkehr übergeben werden. "Die neuen Bahnunterführungen in der Glashütten-, Karl-Ebner- und in der Flughafenstraße werden für mehr Mobilität und Sicherheit sorgen und wesentlich zur Entflechtung des innerstädtischen Verkehrs beitragen", so Projektleiter Moser von ÖBB Planung & Engineering.****

Im Juni des vergangenen Jahres startete der zweigleisige Lückenschluss der Südbahn zwischen Walddorf und dem Klagenfurter Ostbahnhof. Nur rund ein Jahr später, am 7. Juli 2002, konnte der Bahnbetrieb auf dem ersten neu errichteten Gleis aufgenommen werden. Bereits heute, am 22. Oktober, erfolgte die Verkehrsfreigabe der drei neuen Bahnunterführungen. Am 04. November wird in Walddorf die letzte Eisenbahnkreuzung auf der gesamten Strecke St. Veit - Klagenfurt aufgelassen. Bis Oktober 2003 wird der zweigleisige Ausbau St. Veit -Klagenfurt fertig gestellt sein.

Bahnbau im Stadtgebiet - eine bautechnische Meisterleistung
Der Ausbau der Südbahn im Stadtgebiet von Klagenfurt stellt eine bautechnische Meisterleistung dar. "Wichtig", so Projektleiter Moser, "ist uns der Einklang zwischen Technik und Natur." Die Innenflächen der Unterführungen wurden mit echtem Kärntner Grünschiefer ausgekleidet und fügen sich punkto Farbgestaltung und Architektur in das gesamte Landschaftsbild ein. Die Errichtung der Unterführungen und der zweigleisige Ausbau finden während laufendem Bahnbetrieb statt. "Eine spezielle Bautechnik, die viel Koordination verlangt und bei ausländischen Eisenbahnunternehmen als Lehrbeispiel herangezogen wird", so Projektleiter Moser.

Steigerung der Standortqualität für Klagenfurt
Der zweigleisige Ausbau ist ein wichtiger Lückenschluss der Südbahn und stellt durch neue, hochmoderne Infrastrukturbauten eine bessere Erreichbarkeit der Landeshauptstadt Klagenfurt sicher. Auch für die Bevölkerung wird vorgesorgt. Über 15.000 m2 hochabsorbierende Lärmschutzwände wurden bisher errichtet - weitere 15.000 m2 werden folgen.

Vorreiter Klagenfurt
Sowohl in Bezug auf die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen entlang der Eisenbahn-Bestandsstrecken, als auch bei der Forcierung sicherheitstechnischer Infrastrukturausbauten spielt die Stadt Klagenfurt eine Vorreiterrolle in Kärnten. Bereits 2001 wurden Lärmschutzwände, mit einer Gesamtlänge von über 7 km, zwischen dem Klagenfurter Hauptbahnhof und der Gemeindegrenze Krumpendorf errichtet. Die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen und die Errichtung entsprechender Unterführungen sind seit Mitte der 90er Jahre ein großes Anliegen der Stadt Klagenfurt und ÖBB. Der Ersatz von vier Eisenbahnkreuzungen durch moderne Unterführungen bringen Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Für die Fußgänger wurden im Rahmen der ÖBB-Modernisierungsarbeiten eigene Gehwege errichtet. "Investitionen in die sichere und sanfte Mobilität zahlen sich aus", ist Projektleiter Moser überzeugt.

Technische Daten Unterführungen:
Beton: 10.200 m³
Schalung: 10.000 m²
Stahlbewehrung: 300 t
Grünschiefer Verkleidung: 2.300 m²
Asphalt: 14.100 m²

Investitionsvolumen Unterführungen: ca. 4 Mio. Euro

Rückfragen & Kontakt:

Ing. Christoph Posch
Kommunikation Kärnten und Osttirol
Tel.: ++43 (0) 4242 93000 3131
Fax.: ++43 (0) 4242 93000 3139
e-mail: christoph.posch@kom.oebb.at
web - Site: www.oebb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB0001