AkutBetreuungWien zieht positive Bilanz

Im Krisen- und Katastrophenfall kümmert sich die AkutBetreuungWien um Betroffene

Wien (OTS) - Der Leiter der Stabsstelle "Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen" in der Magistratsdirektion Wien (MD-KS), OSR Dr. Georg Breiner, hat am Dienstag im Rahmen einer Medienkonferenz bei der Wiener Rettung eine positive Bilanz über den Einsatz der seit drei Jahren in der Magistratsdirektion installierten AkutBetreuungWien (ABW) gezogen. Er bezeichnete diese Institution als für die Betroffenen sehr notwendig und hilfreich. Der Chefarzt der Wiener Rettung, Dr. Alfred Kaff und der Projektleiter OAR Christoph schilderten Entstehung und Rahmenbedingungen der AkutBetreuungWien.****

Seit drei Jahren ist ABW fester Bestandteil in der MD-KS

Immer wieder kommt es zu außergewöhnlichen Lebenssituationen. Die Betroffenen werden ganz plötzlich aus ihrem gewohnten Alltag gerissen, sie sind irritiert und stehen unter "psychischem Schock". Die AkutBetreuungWien (ABW) unterstützt diese Betroffenen, Angehörigen, Freunde, Arbeitskollegen, Augenzeugen in den ersten Stunden direkt vor Ort mit dem Ziel, die akute Belastung zu verringern und Folgeerkrankungen wie z.B. Depressionen oder Alkoholismus zu verhindern.

Seit 1999 gibt es diese Institution der Stadt Wien, die Menschen beisteht, wenn sie ein außergewöhnlich belastendes Ereignis erlebt haben. Ein ABW- Team besteht immer aus zwei MitarbeiterInnen, die für den Einsatzfall rund um die Uhr bereit stehen.

Umfassende Ausbildung

Die Ausbildung für die AkutBetreuungWien umfasst Theorie und Praxis, etwa durch Volontieren bei der Rettung der Stadt Wien sowie die Absolvierung diverser Seminare und Trainings und dauert in sehr konzentrierter Form sechs Monate. Derzeit stehen 63 Kolleginnen und Kollegen für die Bereitschaft und Einsätze zur Verfügung.

Die Mitglieder der AkutBetreuungWien arbeiten teilweise freiberuflich und sind selbst als Psychologin/Psychologe, Psychotherapeutin/Psychotherapeut, Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter, in der Krankenpflege oder in einem anderen sozialen Beruf tätig. Sie alle haben sich entschlossen, im Notfall für die Betroffenen da zu sein.

Jeder 5. Betroffene erkrankt nach einer extremen Stresssituation an Posttraumatischer Belastungsstörung

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bis zu einem Fünftel der Betroffenen durch extreme Stresssituationen erkranken können. Man spricht dabei von einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Nach größeren Unglücksfällen verändert sich das Leben der Betroffenen innerhalb von wenigen Augenblicken dramatisch. Plötzliche tragische Todesfälle, schwere Verkehrs - und Arbeitsunfälle, Mord/Selbstmord, Großschadensereignisse, Naturkatastrophen, Brände/Explosionen und Betreuung von Helfern nach besonders belastenden Einsätzen können Anlass für einen ABW-Einsatz sein.

Die ABW-Teams sind mit ihren grünen Jacken, Kappen und eigenen Ausweisen vor Ort leicht erkennbar.

Anforderung der ABW nur durch die Behörde

Die AkutBetreuungWien kann durch die Wiener Berufsrettung, Bundespolizei oder Wiener Berufsfeuerwehr angefordert werden. Die Alarmierung erfolgt über die Leitstelle der Wiener Berufsrettung. Die AkutBetreuungWien steht allen Wiener Bürgerinnen und Bürger gratis und ohne Kosten für die Betroffenen zur Verfügung.

Infos über ABW auch im Internet unter http://www.wien.gv.at/sicherheit/

Auskünfte gibt die Magistratsdirektion der Stadt Wien -Stabsstelle für Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen
o Leitstelle AkutBetreuungWien
Rathausstraße 1, 1082 Wien
Tel.: 01 4000 75232
Fax: 01 4000 7174
Internet: http://www.wien.gv.at/sicherheit/
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