FP-Strache: Sofiensäle stehen vor dem endgültigen Aus!

Untätigkeit Häupls wird zur Zerstörung der Sofiensäle in diesem Winter führen!

Wien, 21-10-2002 (fpd) - "Die völlige Zerstörung und die Vernichtung der Bausubstanz der Sofiensäle" befürchtet Landesobmann-Stellvertreter, GR Heinz-Christian Strache, für diesen Winter. Was der Brand vom 16.August 2001, der übrigens bis zum heutigen Tag wesentliche Fragen über die Entstehung offen läßt, nicht erreicht habe, dürfte nunmehr durch die Untätigkeit des Wiener Bürgermeisters geschafft worden sein.

"Trotz monatelanger Intervention und oftmaliger Thematisierung im Wiener Landtag und Gemeinderat, ist bis zum heutigen Tag", so Strache, "keinerlei Aktivität von Dr. Michael Häupl ruchbar geworden. Vielmehr manifestiert sich das politische Drohnendasein Häupls einmal mehr durch sein Desinteresse am kulturellen Leben und der kulturellen Entwicklung in dieser Stadt. Wie wäre es nämlich anders zu erklären, daß Häupl bis zum heutigen Tag, also fast 1 ½ Jahre nach dem Brand, kein Gespräch mit dem Eigentümer geführt hat. Vielmehr sieht der Wiener Bürgermeister dem endgültigen Verfall der Sofiensäle tatenlos zu und es drängt sich durch diese Haltung immer mehr der Verdacht auf, daß durch Wind, Wetter und den zweiten Winter nach dem Brand endgültig vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen."

Spätestens wenn im Frühjahr die Bausubstanz und die ohnehin schon angegriffenen Reste der Sofiensäle unwiederbringlich zerstört worden sind, wird das Bundesdenkmalamt, das sich durch seine monatelange Untätigkeit ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert hat, die Aufhebung des Denkmalschutzes erklären wie dies in der Vergangenheit bei anderen denkmalgeschützten Gebäuden bzw. betrieben wurde. Die Methodik ist immer die Gleiche.

Damit haben all jene Technokraten Recht bekommen, die seit dem Brand den Abriß der "Sofie" und die anschließende Umwidmung des Baulandes gefordert haben, befürchtet Strache. Durch die normative Kraft des Faktischen werden also Tatsachen geschaffen, die nicht nur den Interessen der Bürger dieser Stadt zuwiderlaufen, sondern auch all jene Kulturinteressierte konterkarieren, die jährlich als Touristen in dieses Land kommen, um Wien mit seinen einzigartigen Bauwerken zu besuchen.

Schon beim Projekt "Wien-Mitte" hat die Wiener Stadtregierung ihr Desinteresse an einer ästhetischen und kulturverträglichen Stadtplanung bekundet. Die Sofiensäle und deren offenbar gewünschter Verfall werden jedenfalls als ein Meisterstück der Ignoranz und Unbeflissenheit der Mächtigen dieser Stadt in die Geschichte eingehen, so Strache abschließend. (Schluß) jen

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