Arbeitsgemeinschaft Bau NÖ diskutierte Maßnahmenkatalog Schuster: Die 6 Punkte des NÖ Baugipfels 2001 gelten immer noch

St. Pölten (OTS) - Weil der noch vor Jahresfrist erhoffte Konjunkturaufschwung ausgeblieben ist, diskutierte die Arbeitsgemeinschaft Bau NÖ (ARGE Bau) im Haus des NÖ Baugewerbes über erforderliche Maßnahmen. NÖ Bau-Landesinnungsmeister Ing. Manfred Schuster erinnerte dabei an den von ihm im September 2001 beim großen NÖ Baugipfel vorgelegten sechs-Punkte-Katalog und hielt fest, dass die damals geforderten Maßnahmen auch für heuer und wohl auch für die kommende Saison Geltung hätten. Insbesondere erwähnte Schuster dabei die nachhaltige Bekämpfung des großvolumigen Pfusch durch Bundesgesetze und Landesbehörden, die Zusammenfassung einiger "Bauverhinderungsgesetze" in ein bundesweites Baurechtsgesetz, das Vorziehen von Wohnbauförderungen in Gebieten mit extrem rückläufiger Baukonjunktur, weitere Investitionen im Straßen- und Eisenbahnbau trotz Sparpaketen und schließlich die Vergabe kleinerer Baulose im Straßenbau, um auch Klein- und Mittelbetriebe an öffentlichen Aufträgen teilhaben zu lassen.

Präs. Zwazl: 5 vordringliche Maßnahmen für die Bauwirtschaft

Man schaue besorgt auf die Bauwirtschaft, die als klassische Konjunkturlokomotive "ins Stottern geraten" sei, hauptsächlich aufgrund der negativen Entwicklung des Hochbaues (Wohnbau) in den vergangenen fünf Jahren, stellte die Präsidentin der WKNÖ, Komm. Rätin Sonja Zwazl, fest. Sie nannte in diesem Zusammenhang fünf vordringliche Maßnahmen für die Bauwirtschaft:

+ Kontinuierliche Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand,
+ zügige Abwicklung der Projekte,
+ neue Finanzierungsmöglichkeiten,
+ Verbesserung der Wohnbauförderung als wichtiger Impulsgeber,
+ österreichweite Harmonisierung des Baurechts.

Mit Zwazl und WKNÖ-Direktor Dr. Franz Wiedersich sowie dessen Stellvertreter Dr. Herwig Christalon nahmen an der ARGE Bau-Tagung nicht weniger als acht Landes- und drei Bundesinnungsmeister aus den vom Bau betroffenen Berufen und die zuständigen Vertreter der NÖ Landesregierung teil.

Bei der nicht unumstrittenen Wärmedämmung urgierte Floristen-Landesinnungsmeisterin Monique Weinmann die Aufnahme von Dachbegrünungen in die WBF-Förderungsrichtlinien. Rauchfangkehrer-Landesinnungsmeister Ing. Josef Kram hielt fest, dass "wir aus der Praxis wissen, dass es jede Menge Energiesparpotential gibt. Aber damit kann man nur Energie sparen -nicht Geld!" In diesem Sinne meinte auch Installateur-Bundesinnungsmeister Komm. Rat Wilfried Kugler, man dürfe "bei einer modernen, energiesparenden Heizung nicht nach der Amortisierung fragen - das fragt man ja auch nicht etwa bei einem teuren Bett!"

Groß-Investitionen in Verkehrsinfrastruktur: nur für Industrie

Kritisch wurde von der Vertretern des Baugewerbes auch die von Hofrat Zibuschka vorgetragenen öffentlichen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur betrachtet (hochrangige Straßen, Ortsdurch- und Umfahrungen, Schiene, P & R-Stellplätze): Dies bringe größtenteils ausschließlich Beschäftigung für die Industrie, meinte Bundesinnungsmeister TR Ing. Johannes Lahofer und Landesinnungsmeister Schuster hielt fest, dass "hier überhaupt nur mehr zwei österreichische Betriebe mitbieten können". (schluss)

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Heiße Diskussionen bei der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Bau NÖ (ARGE Bau) um die für Bauhaupt- und Baunebengewerbe erforderlichen Maßnahmen (v.l.n.r.): WKNÖ-Direktor Dr. Franz Wiedersich, Präsidentin Komm. Rätin Sonja Zwazl, NÖ Bau-Landesinnungsmeister Ing. Manfred Schuster, Hofrat Fellner.

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Acht Landes- und drei Bundesinnungsmeister aus den vom Bau betroffenen Berufen nahmen gemeinsam mit Präsidentin Komm. Rätin Sonja Zwazl und Gastgeber Ing. Manfred Schuster sowie den zuständigen Vertretern der NÖ Landesregierung an der jüngsten Tagung der Arbeitsgemeinschaft Bau NÖ (ARGE Bau) in St- Pölten teil. (schluss Bildtext)

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