130 Jugendliche berieten gestern über "Safer Work"

ÖGJ-Schwerpunktkonferenz zum Thema "Jugendliche ArbeitnehmerInnen leben gefährlich"

Wien (ÖGJ). Mehr als 130 JugendvertrauensrätInnen und junge GewerkschafterInnen im Alter zwischen 15 und 23 trafen sich gestern, Samstag, in Brunn am Gebirge um Lösungen für ein sicheres Arbeiten von jungen Beschäftigten zur erarbeiten. "Junge ArbeitnehmerInnen sind in den ersten zehn Jahren ihrer Berufsausübung einem besonders hohen Unfallsrisiko ausgesetzt. Wie eine Studie der AUVA deutlich macht, ist ihre Unfallrate um das 1,4 bis zweifache höher als bei den älteren", erklärt Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Hier gilt es vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und zu informieren, um die Unfallszahlen von jungen Beschäftigten zu senken."++++

Gemeinsam mit Experten von ÖGB, der AUVA und der AK ging es in Arbeitgruppen daran, die verschiedensten Themen aufzuarbeiten. Das Ziel: Forderungen und Lösungsvorschläge zu schaffen, um Jugendlichen ein sichereres Arbeiten zu ermöglichen. Die Ideen waren weitreichend:
So kam aus mehreren Arbeitsgruppen die Forderung nach einer eigenen Jugendsicherheitsvertrauensperson, die sich speziell für die Sicherheit der Jugend im Betrieb einsetzen sollte. Um auch den Arbeitgebern die Sicherheit ihrer MitarbeiterInnen im Betrieb schmackhafter zu machen, sollte in die ISO 9001 Zertifizierung gezielt neben anderen Qualitätskriterien auch die Sicherheit aufgenommen werden. In einem Punkt waren sich die Jugendlichen jedoch alle einig: Erstes Ziel muss es sein, sowohl bei ArbeitnehmerInnen als auch bei Arbeitgebern ein stärkeres Bewusstsein für Sicherheit am Arbeitsplatz und ArbeitnehmerInnenschutz zu schaffen.

"Bei der Konferenz wurden viele Vorschläge eingebracht, die einen enorm wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung bei jungen ArbeitnehmerInnen bedeuten würden", ist sich Maringer sicher. "Jetzt heißt es, die Ideen abzuwägen, auszubauen und in wirkliche Forderungen zu packen. Der ArbeitnehmerInnenschutz von jungen ArbeitnehmerInnen und Lehrlingen wird jedenfalls ein wichtiges Thema unserer weiteren Arbeit sein." (aw)

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