Ferrero-Waldner: Mit EU-Erweiterung mehr Chancen für die Jugend

Berlakovich: Burgenland wird profitieren

Alpbach, 19. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Mit der EU-Erweiterung erhöhen sich die Chancen für unsere Jugend enorm, ein großer Raum öffnet sich, vor allem im Bereich der Bildung", sagte heute, Samstag, Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner im Rahmen des Panels "Europa und EU-Erweiterung" beim Bundeskongress der ÖVP in Alpbach. Frühere Generationen hätten diese große Chance nicht gehabt. Die Möglichkeiten für die Jugend seien aber heute "total intakt und sollten aufgegriffen werden". ****

Der burgenländische Landtagsabgeordnete DI Niki Berlakovich erklärte zur EU-Erweiterung, es gebe bei dieser selbstverständlich Gewinner und Verlierer. "Das darf die Politik vor allem in den Grenzregionen nicht ignorieren und muss den Menschen politische Lösungen anbieten. Unsere eigene Lösung bei der Erweiterung ist die eines optimistischen Realismus", so Berlakovich. Die Menschen im Burgenland hätten bereits von der Ostöffnung in den 80er und 90er Jahren "eindeutig profitiert". Die Beschäftigtenzahl im Bundesland sei in der Folge von 66.000 auf über 80.000 angestiegen, das reale Bruttoinlandsprodukt sei in keinem anderen Bundesland im gleichen Umfang gesteigert worden.

Berlakovich sprach sich für ein Mehr an Information über die Erweiterung aus. Veränderungen würden oft Angst und Ablehnung erzeugen. Dem müsse man entgegenwirken. Es sei zu erwarten, dass die burgenländische Wirtschaft von einer Erweiterung profitieren werde. Mögliche Probleme könne es vielleicht im Bereich der kleinstrukturierten gewerblichen Wirtschaft geben, dafür würde Österreich über mehr Know-how bei den Mitarbeitern verfügen.
Man dürfe den Nachbarn nicht die Tür vor der Nase zuschlagen. "Wir dürfen den Beitrittswerbern nicht die Perspektive nehmen. Ansonsten könnte es zu einer politischen Radikalisierung in den Ländern kommen. Der Beitritt ist in unser beider Interesse, um Frieden und Wohlstand in Europa zu sichern", betonte Berlakovich.

Die Delegationsleiterin der ÖVP im Europäischen Parlament, Ursula Stenzel, will sich in Europa weiterhin für mehr Bürgernähe einsetzen. "Viele Menschen können mit Europa nichts anfangen, es ist zu weit weg. Aber wir sind Europa. Im derzeit tagenden EU-Konvent liegt es daher an uns, Österreichs Interessen kraftvoll zu vertreten."

Der Delegierte des österreichischen Bundeskanzlers zum EU-Konvent, Dr. Hannes Farnleitner, sagte, der Konvent arbeite "ungeheuer schnell", die Arbeitsmethoden seien abgeklärt. Die Arbeitsgruppen seien derzeit am Werk, drei hätten ihre Beiträge geliefert, drei weitere seien eben dabei. "Es hat schon Konsens gegeben, wo es niemand geglaubt hat." (Fortsetzung)

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