Bartenstein: Wollen nicht, dass Junge auf der Straße stehen

Jugendbeschäftigungsprogramm gibt 15.000 Menschen zweite Chance

Alpbach, 19. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Wir von der ÖVP wollen nicht, dass junge Menschen auf der Straße stehen. Wir wollen, dass jene, die eine erste Chance hatten, auch eine zweite Chance bekommen", erklärte heute, Samstag, Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein beim ÖVP-Bundeskongress in Alpbach. Das Jugendbeschäftigungsprogramm der Bundesregierung gebe 15.000 jungen Menschen eine zweite Chance und unterstütze die Ausbildung behinderter junger Menschen. ****

Er, Bartenstein, könne zusagen, dass jeder junge Mensch, der wolle, auch einen Ausbildungsplatz finden und bei der Suche unterstützt werde. "Es ist auch völlig klar, dass wir in der Jugendausbildung heute besser dastehen als Deutschland. Bisher war es für uns immer ein Kriterium, besser zu sein als Deutschland. Dieses hat aber mittlerweise so große Defizite, dass wir uns langsam ein anderes Benchmarking überlegen sollten", sagte Bartenstein. Österreich sei bei der Jugendbeschäftigung in den vergangenen zwei Jahren von Platz 5 auf Platz 3 vorgerückt. "Das ist gut, wir wollen aber auf Platz 1." Deutschland sei im selben Zeitraum auf Platz 37 zurückgefallen.

"Seien wir zufrieden, dass wir die zweitniedrigste Jugendarbeitslosenrate unter den verglichenen Staaten haben, aber seien wir auch besorgt, dass die Jugendarbeitslosigkeit steigt", so Bartenstein, der sich auf den World-Competetiveness-Report bezog. Um dem Trend entgegenzuwirken, müssten Lehre und Matura mehr zusammenrücken und man müsse sich der demografischen Entwicklung stellen. "Wir müssen auch zielgerechter in die Ausbildung der etwas weniger Begabten investieren und in Richtung Teillehre gehen. Wir haben heute sehr positiv erlebt, dass wir das Asset der besten Facharbeiter haben", so Bartenstein.

Der Wirtschafts- und Arbeitsminister erklärte in einem Podiumsgespräch mit dem Vorarlberger Unternehmer Egon Blum und zweien seiner Lehrlinge, "die Wirtschaft wartet auf euch Lehrlinge. Wir sind stolz auf euch und es ist großartig, dass das Land euch hat". Der Betrieb Blum sei bei der Lehrlingsausbildung ein besonders vorbildliches Unternehmen und zeige somit auch kleinen Unternehmen den Weg.

Egon Blum sprach sich in seinem Statement für die Stärkung des dualen Ausbildungssystems aus. Bildungsberater und Eltern müssten von diesem guten Weg überzeugt werden und es sei wichtig, dass die Regionen und Branchen an einem Strang ziehen. "In Bälde haben wir damit ein Potenzial, um die Zukunft abzusichern." (Fortsetzung)

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