LH Haider: Für ein Europa der Regionen und grenzüberschreitenden Kooperationen

Erfolgreiche Teilnahme Kärntens an Kroatischem Forum in Zagreb - Kooperationen ausbauen - Unverständlich, dass Kroatien ausserhalb der EU stehen solle

Klagenfurt (LPD) - Kärnten und Kroatien rücken enger zusammen. Das wurde beim Kroatischen Forum in Zagreb am Freitag und Samstag deutlich bestätigt, an dem Kärnten als Partnerland mit einer Delegation aus Wirtschaft und Politik mit Landeshauptmann Jörg Haider und Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger an der Spitze teilnahm. Die Kooperation der beiden Länder und der gemeinsame Wunsch, diese auszubauen, prägten auch den Empfang im Sheraton-Hotel in Zagreb, zu dem Landeshauptmann Jörg Haider geladen hatte. Kärnten hatte sich hier den zahlreichen kroatischen Repräsentanten und Gästen einmal mehr freundlich und freundschaftlich präsentiert. Das diesjährige Kroatische Forum widmete sich umfassend dem Themenkomplex "Regionale und global nachhaltige Entwicklung" und stand unter der Schirmherrschaft des kroatischen Präsidenten Stipe Mesic.

Kärntens Landeshauptmann hat sich für einen baldigen Beitritt Kroatiens zur EU ausgesprochen. Es sei unverständlich, dass Kroatien, das immer eine europäische Orientierung hatte, ausserhalb der EU stehen solle, so Haider. Der Landeshauptmann verwies auf die vielfältigen Beziehungen zwischen Österreich und Kärnten mit Kroatien. So spielte Österreich bei der Erlangung der Souveränität vor zehn Jahren keine unbedeutende Rolle. Er selbst habe damals medizinische Hilfsgüter an Stipe Mesic in einem Zimmer in einem düsteren Hotel übergeben, erinnerte Haider.

Kärnten sei mit über 100 Firmen, vom Dienstleistungs- über den Baustoff- bis in den Hochtechnologiebereich in Kroatien aktiv. Insbesondere die Kärntner Hypo-Bank sei bereits stark auf dem kroatischen Markt verankert und habe Vertrauen gebildet. Kärntner Firmen würden nicht als Abenteurer und Gewinnsüchtige kommen, sondern als langfristige und faire Partner, so Haider.

Kärnten und Kroatien haben beste Argumente, um auf das Thema Wasser zu setzen. Kärnten als Land der Seen mit Trinkwasserqualität könne entsprechendes Know How liefern, der Bedarf an Wasserver- und -entsorgung in Kroatien ist sehr groß. Die Möglichkeiten für weitere Kooperationen wirtschaftlicher aber auch kultureller Art sollten genützt und ausgebaut werden, ermutigte Haider zu weiteren grenzüberschreitenden Aktivitäten im Alpen-Adria-Raum. In diesem Zusammenhang wurden auch laufende Interreg-Projekte erwähnt, die sich auf die Zusammenarbeit im Bereich Verkehr, Raumplanung und Wasserwirtschaft beziehen. Hervorzuheben ist das Projekt "Destination Südalpen", das grenzüberschreitende Tourismuskooperationen vorsieht.

Die Regionen Europas sollten enger kooperieren, um der Kleinheit und Vielfalt in Europa eine Chance zu geben und den Gefahren der Globalisierung zu trotzen, so Haider, der erneut für ein Europa der Regionen und grenzüberschreitende Kooperationen plädierte. "Ich möchte Ihnen Mut und Lust machen, noch stärkere Kooperationen mit unserem Bundesland zu suchen!" (Schluss)

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