Walch: 800.000 Briefe werden täglich zu spät zugestellt

Kritik am Postmanagement: Extern zugekaufte Leistungen Schuld an der "Schneckenpost"

Wien, 2002-10-19 (fpd) - Heftige Kritik am Management der Post übte heute der stellvertretende FPÖ-Bundesobmann, LAbg. Max Walch. "800.000 Briefe und Sendungen pro Tag werden zu spät zugestellt. Der Ärger in Österreich über diese Schneckenpost trifft aber immer die letzten an der Dienstleistungskette - die Briefträger." ****

Die Beschwichtigungsversuche seitens des Post-Managements weist Walch entschieden zurück. Es könne, so Walch, keinesfalls von einer Reform der Post gesprochen werden, wenn langjährige Mitarbeiter gekündigt werden und das Management dem ‚unflexiblen Beamtendienstrecht' die Schuld zuweisen will. "Tatsache ist, daß die Post massiv österreichische Mitarbeiter gekündigt hat. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, werden wesentliche Bereiche des Postwesens an Fremdfirmen übertragen und Leistungen zugekauft. Diese Firmen kommen ihren Aufgaben mit Leasingarbeitern nach, die zum überwiegenden Teil aus dem Ausland stammen und die deutsche Sprache kaum beherrschen." Hier ortet Walch auch einen großen Teil der Schuld an den chaotischen Zuständen und tage- und wochenlangen Verspätungen beim Zustelldienst der Post.

350 Millionen Schilling (rund 25 Millionen Euro) wurden allein im Jahr 2001 für Beratertätigkeiten ausgeben. "Wirkliche Modernisierungsmaßnahmen wären mit dieser Summe möglich gewesen, anstatt Unsummen für Beratungsfirmen auszugeben. Mit dem vorhandenen Fachpersonal hätte man wesentlich effizientere Konzepte entwickeln können, denn die wissen, ‚wie der Hase läuft'", ist der stellvertretende FPÖ-Bundesobmann überzeugt. Das verantwortliche Management ist für Walch "rücktrittsreif". (Schluß)

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