72 Prozent sehen die SPÖ durch Broukal gestärkt - Erscheinungstag 18.10.2002

Umfragelob für Quereinsteiger

Linz (OTS) - Die überraschende Bekanntgabe der Kandidatur des ORF-Moderators Josef Broukal hat sich sehr rasch im Bewusstsein der Österreicher verankert: der Standard ließ am Dienstag und Mittwoch 400 repräsentativ ausgewählte Österreicher fragen, für welche Partei Broukal wohl antritt - und 74 Prozent ordneten ihn richtigerweise der SPÖ zu.

Und etwa gleich viele Befragte - insgesamt 72 Prozent - sehen in Josef Broukal eine Stärkung der Sozialdemokraten. market fragte im Auftrag des Standard: "Josef Broukal tritt bei der Nationalratswahl für die SPÖ an. Ist das aus Ihrer Sicht positiv oder negativ für die SPÖ? Würden Sie sagen, dies ist für die SPÖ. . ."

"Sehr positiv" - das sagen 30 Prozent, Frauen stärker als Männer, ältere Befragte eher als Jungwähler. Unter erklärten Anhängern der Oppositionsparteien SPÖ und Grüne ist die positive Einschätzung von Broukals Kandidatur etwa doppelt so stark ausgeprägt wie unte Anhängern der Regierungsparteien.

"Eher positiv" wird die Kandidatur von weiteren 42 Prozent bewertet, wiederum von Frauen stärker als von Männern.

"Eher negativ" ist die Einschätzung bei zwölf Prozent - besonders in den höheren Bildungsschichten und bei einigen Männern. Dazu kommt, dass ÖVP- und FPÖ-Wähler eher an der Wirksamkeit der Wunderwaffe Broukal zweifeln.

"Sehr negativ" werden die Folgen der Broukal-Kandidatur für die SPÖ nur von drei Prozent eingeschätzt.

David Pfarrhofer von market weist darauf hin, dass die "nahezu sensationell guten Werte" Broukals vor allem in jenen Gruppen zu finden sind, die viel Fernsehen und die dem Bildschirm eine gewisse Autorität zubilligen: "Broukal ist denen vertraut, man kennt ihn gut, weil er ja mehrmals in der Woche quasi ,im Wohnzimmer mit dabei sitzt’ - ein Effekt, der bei jüngeren und mobileren Befragten nicht so zutrifft."

Generell werden in der market-Umfrage Quereinsteiger begrüßt: 58 Prozent finden sie "gut für die Politik, weil da neue Personen mit anderen Kenntnissen ins Parlament kommen". 30 Prozent finden Quereinsteiger schlecht "weil sie keine Erfahrung und kein Wissen über die Gesetzgebung haben".

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