Leitl: Österreich unangefochten Nummer Eins in puncto sozialer Sicherheit, Umwelt und Lebensqualität

Wirtschaft fordert Senkung der betrieblichen Steuern -Verwaltungsreform - Reformierung des Pensions- und Gesundheitssystems

Wien (PWK745) "Österreichs Vorteile bei der Standortwahl von Unternehmen liegen in der Sicherstellung des sozialen Friedens, in der führenden Energie- und Umwelttechnologie sowie in der einzigartigen Lebensqualität ", stellte heute, Donnerstag, Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl im Rahmen der Jour fixe des Management Clubs fest. Zum Thema "Wie konkurrenzfähig ist Österreichs Wirtschaft?" skizzierte Leitl bisherige Stärken und Schwächen der österreichischen Unternehmenslandschaft und nannte die Forderungen, die seitens der Unternehmervertretung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich als unumgänglich angesehen werden.

"Notwendig ist es", so Präsident Leitl, "die europaweit führende Stellung Österreich in den sogenannten "Soft Facts" stärker zu kommunizieren und damit auch für unsere Land als Unternehmensstandort zu werben. Uns muss bewusst sein, dass Österreich als sicherstes Industrieland weltweit gilt." Wesentlich beteiligt an der Wahrung des sozialen Friedens ist eine funktionierende Sozialpartnerschaft, wie sie in Österreich seit Jahren eine Selbstverständlichkeit ist. Deshalb muss im Rahmen der EU-Erweiterung die Stärkung der europäischen Sozialpartnerschaft forciert werden, betonte Leitl in seiner Funktion als Europäischer Wirtschaftskammer-Präsident. "Österreich hat dabei mehr denn je eine Brückenfunktion, sowohl zwischen Nord und Süd, als auch zwischen Ost und West, zu erfüllen. Durch die außergewöhnlich günstige Lage im Herzen Europas, lassen die bereits realisierten Exportsteigerungen in die östlichen Nachbarstaaten auch in Zukunft dynamische Wachstumsraten erwarten.

Dass in jeder Chance auch ein Risiko liege, dürfe jedoch nicht übersehen werden, gab Leitl auch eine etwaige Kehrseite der Medaille zu bedenken. "Es gibt auch Bereiche, in denen Österreich nicht auf Platz Eins im europäischen Vergleich liegt, sondern nur auf Platz 13. Die Wettbewerbsfähigkeit und die Produktivität österreichischer Betriebe kann aber erst dann verbessert werden, wenn die notwendigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Als Forderungen der Wirtschaft an die zukünftige Regierung nannte Leitl die Senkung der Lohnnebenkosten, die Stärkung der Investitionsfreudigkeit durch die Entlastung nicht entnommener Gewinne und die Reformierung des Gesundheits- und Pensionssystems. "Für die Realisierung dieser Forderungen müssen von der Politik endlich auch die entsprechenden Management- Werkzeuge der Wirtschaft eingesetzt werden. Die Wirtschaftskammer hat mit ihrer eigenen Reform gezeigt, dass eine Kostensenkung um 30 Prozent bei gleichzeitiger Erhöhung der Serviceleistungen möglich ist, zeigte sich Leitl stolz. "Jede neue Regierung wird zur Finanzierung dieser Forderungen jedoch nicht darum herumkommen, den schlummernden Goldschatz - eine Bürokratie- und Verwaltungsreform - endlich zu heben. (KK)

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