Fairness im Bananenhandel: die KonsumentInnen entscheiden

Ersetzen punktuelle Aktivitäten im Umgang mit ProduzentInnen im Süden nachhaltige und dauerhafte Entwicklung?

Wien (OTS) - Trans Fair Österreich als Initiative, die Produkte
mit dem Fair Trade-Gütesiegel für Fairen Handel mit den Entwicklungsländern auszeichnet, freut sich: Einer der größten und global wirtschaftenden Konzerne am Bananenmarkt, Chiquita, ist für Fairness im Umgang mit den ProduzentInnen von Bananen im Süden.

In einem aktuellen Flugblatt verspricht Chiquita den KonsumentInnen, dass "beim Kauf von Chiquita (....) gleichzeitig eine Vielzahl von Projekten in den Ursprungsländern, zum Beispiel soziale Hilfsprogramme und Umweltschutzmaßnahmen" unterstützt werden und verspricht den KäuferInnen dadurch "ein gutes Gefühl".

Es ist einer der größten Erfolge der internationalen Fair Trade-Bewegung, dass große Konzerne, die oft marktbeherrschende Stellungen einnehmen, zunehmend Interesse zeigen für die soziale und wirtschaftliche Situation der Rohstofflieferanten sowie für ökologische Probleme in den Anbaugebieten etwa in Latein- und Mittelamerika. Spät aber doch wird hier Verantwortung für oft katastrophale Missstände übernommen, an denen große Konzerne durch jahrelange Firmenpolitik nicht unerheblich beteiligt waren.

Für kritische KonsumentInnen stellt sich jedoch die Frage: Wie kann ich beim Einkauf sicher sein, dass soziale und arbeitsrechtliche Mindeststandards auch tatsächlich eingehalten werden?

Das Fair Trade-System garantiert den KonsumentInnen, dass tatsächlich fair gehandelt wird, und bürgt hierfür mit dem Siegel "Fair Trade Certified". Ermöglicht wird dies durch ein internationales Kontrollsystem, in dem lizenzierte Wirtschaftsprüfer und unabhängige Kontrollorgane alle am Fair Trade-System beteiligte Akteure regelmäßig auf Einhaltung aller Fair Trade Kriterien prüfen:
die PartnerInnen im Handel, bei Veredlern und Markenartiklern, die Importeure, die Einhaltung aller sozialen und ökologischen Kriterien bei der Produktion und nicht zuletzt auch die Verwendung der Zusatzprämien für soziale Projekte, die das Fair Trade-System an die PartnerInnen, also Kleinbauernfamilien und demokratisch organisierte Kooperativen, zusätzlich bezahlt.

Trans Fair begrüßt ausdrücklich Maßnahmen, die helfen die Lebenssituation der Bananenbauern und anderer ProduzentInnen zu verbessern. Eine Garantie für dauerhafte Entwicklung und Verbesserung der Lebensumstände der ProduzentInnen in den Entwicklungsländern kann aber nur durch eine unabhängige Organisation, die die Einhaltung von Fair Trade Kriterien (wie arbeitsrechtliche Mindeststandrads, nachhaltige Anbaumethoden uvm) ohne wirtschaftliches Eigeninteresse prüft, gewährleistet werden.

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Rainer Stoiber/ Trans Fair
A-1040 Wien, Wohllebengasse 12-14
Tel. 0664/5267462, Fax: +43/1/5330956/11
mailto:rainer.stoiberfairtrade.at
http://www.fairtrade.at

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