Silhavy: Internationaler Tag der Armut - Armutszeugnis für die Regierung!

Schwarz-Blau hat die Armut in Österreich verstärkt!

Wien(SK) Angesichts der aktuellen Daten über Armut in Österreich bestätigte sich die Forderung der SPÖ nach einer bedarfsorientierten Grundsicherung, betonte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Nach Angaben der österreichischen Armutskonferenz seien 300.000 Menschen (vier Prozent der Wohnbevölkerung) in Österreich von akuter Armut betroffen, ein Drittel davon sind Kinder! Ungefähr 80.000 Menschen (ein Prozent) seien dauerhaft von Armut betroffen. Armut entstehe durch das Zusammenwirken vieler Faktoren, wie u.a. erhöhte Lebenshaltungskosten, steigende Kosten für Gesundheit, beschränkter Zugang zu Bildung und Arbeit, etc. Als Nährboden wirke ein Umfeld, das von steigender Arbeitslosigkeit, Kaufkraftreduzierung und Privatisierung um jeden Preis gekennzeichnet ist. "Die schwarz-blaue Regierung hat es auf geradezu brilliante Weise verstanden, all diese Faktoren in Österreich zu verstärken und somit Armut zu verstärken. Von dieser unmenschlichen Art der Aushöhlung der sozialen Sicherheit müssen wir uns endlich verabschieden", plädiert Silhavy. ****

Frauen sind besonders betroffen

Frauen seien besonders stark von Armut betroffen bzw. bedroht, und zwar in vielerlei Hinsicht: Die große Mehrzahl der AlleinerzieherInnen sind Frauen, die große Mehrzahl atypisch Beschäftigter sind Frauen, und noch immer haben Frauen in Österreich keine eigenständige Alterssicherung! Es müssten endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden, damit Frauen nicht länger benachteiligt sind. Die SPÖ habe ihre diesbezüglichen Forderungen klar dargelegt, wie die Abgeordnete erläutert: "Die Regelungen zum Kindergeldbezug müssen flexibler gestaltet werden, Alleinerzieherinnen müssen Anspruch auf die gesamte Summe haben. Karenzzeiten müssen auch für Männer leistbar sein, damit Frauen nicht weiterhin Einbußen in Karriere, Einkommen und Pensionen durch Kinderbetreuung hinnehmen müssen. Kindererziehungszeiten müssen für den Pensionsanspruch berücksichtigt werden. Die Erwerbsquote von Frauen muss erhöht werden, denn die beste Existenz- und Pensionssicherung ist immer noch die eigenständige Erwerbstätigkeit. Gemeint sind damit natürlich nicht atypische McJobs, sondern vollwertige sichere Arbeitsplätze."

Armutsbekämpfung muss Priorität haben!

"Mit gesicherten Pensionen, die nicht von Börsenkursen abhängig sind, sondern auf einem staatlichen Solidarsystem beruhen, mit der eigenständigen Absicherung von Frauen, mit der Abschaffung von Ambulanzgebühren und Unfallrentenbesteuerung sowie mit einem besseren Zugang zu Aus- und Weiterbildung und mit wirksamen Schritten gegen Arbeitslosigkeit - kurz mit den von der SPÖ geforderten Maßnahmen -wären wir der Armutsbekämpfung schon einen großen Schritt näher!", so Silhavy abschließend. (Schluss) ps/mp

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