Kuntzl: Personen aus Dunstkreis der FPÖ pflegen weiterhin engen Kontakt mit rechtsextremen Kreisen

Trotz Naheverhältnis der FPÖ zu rechtsextremen Gruppen für Schüssel weitere Zusammenarbeit möglich

Wien (SK) Weiterhin engen Kontakt mit rechtsextremen Kreisen dürften Personen aus dem Dunstkreis der FPÖ pflegen, erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Kuntzl bezog sich dabei auf ein Treffen europäischer Rechtsextremisten im oberösterreichischen Offenstein, bei dem laut Bericht des "Standard" auch der Ehemann der niederösterreichischen FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz, Horst Jakob Rosenkranz, teilnimmt. Es sei dies nicht das erste Mal, dass sich diese Gruppierungen in Österreich zusammenrotten und auch Personen mit einem besonderen Naheverhältnis zur FPÖ daran teilnehmen. Auch unter dem neuen FPÖ-Chef Reichhold habe sich an der mangelnden Distanz der FPÖ zum Rechtsradikalismus nichts geändert, so Kuntzl, die den Obmann der Freiheitlichen auch zu einer Stellungnahme auffordert. ****

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin machte weiters darauf aufmerksam, dass es die ÖVP stets toleriert habe, wenn führende Repräsentanten der Freiheitlichen Partei mit Vertretern rechtsextremer Parteien und Gruppierungen zusammentrafen. Kuntzl erinnerte in dem Zusammenhang an ein Treffen international geächteter Rechtsextremisten, das im November vergangenen Jahres in Gloggnitz stattgefunden hat und von Kanzler Schüssel mit den Worten "Ich verwahre mich dagegen, dass Menschen, die sich im demokratischen Spektrum bewegen, einfach diffamiert werden" verteidigt wurde. Schüssel habe bereits in der Vergangenheit kein Problem darin gesehen, mit einer FPÖ, die "keinerlei Berührungsängste zu rechtsextremen Gruppierungen" zeigt, zu koalieren, und Schüssel sehe weiterhin keines darin. Denn der VP-Obmann habe ausdrücklich betont, dass für ihn eine neuerliche Regierungszusammenarbeit mit den Freiheitlichen durchaus vorstellbar ist. Schüssel sei auch der einzige, für den eine Koalition mit solchen Leuten in Frage kommt, fügte Kuntzl abschließend hinzu. (Schluss)ps

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