Frais: Mehr Förderunterricht in Volksschulen zur Verbesserung der Chancengleichheit!

SP-Kritik an bildungspolitischem Schilödbürgerstreich der ÖVP

Angesichts der skandalösen Reduktion des Förderunterrichts an Volks-und Sonderschulen in Oberösterreich auf die Hälfte des bisherigen Volumens fordert SPÖ-Klubobmann Dr.Karl Frais eine Anhebung der Zahl der Förderstunden: "Gerade dieser Spezialunterricht greift in eine entscheidende Phase der schulischen Entwicklung des Kindes ein. In diesem Alter geschieht die Zuordnung zu den 'schlechten' oder den 'guten' Schülern. Jetzt das Angebot an Förderstunden zu halbieren, ist ein bildungspolitischer ÖVP-Schildbürgerstreich zu Lasten der schwächeren Schüler, dessen umgehende Reparatur wir Sozialdemokraten vehement verlangen!"

Erst in jüngster Zeit sei es vermehrt zu Klagen aus dem Bereich der Wirtschaft darüber gekommen, dass Jugendliche die elementaren Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen oftmals nur unvollkommen beherrschten. "Umso dringlicher ist eine zusätzliche schulische und/oder pädagogisch-psychologische Förderung für umfeldbenachteiligte Kinder und Schüler mit QStartproblemenB schon in der Volksschule. Statt Lernschwächen als gleichsam 'selbstverständlich' hinzunehmen, bedürfen die betroffenen Kinder eines besonderen Motivations- und Lernschubs in einem Alter, in dem noch vieles wieder gutgemacht werden kann. Wenn Schwächen früh behoben oder gemildert werden, macht sich das für die Jugendlichen in ihrer weiteren Lebensentwicklung und für ihre berufliche Leistungsfähigkeit mehr als bezahlt. Außerdem könnten bei einer Verstärkung des Förderunterrichts auch Beschäftigungsmöglichkeiten wenigstens für einen Teil der rund 1000 auf der Warteliste befindlichen Lehrer in unserem Bundesland geschaffen werden."

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