Kuntzl: "Schicksalswahl für Lebensbedingungen der Menschen"

Andrea Kuntzl, Caspar Einem und Renate Csörgits kandidieren im Wahlkreis Wien Innen West

Wien (SK) Die SPÖ präsentierte Mittwoch Abend ihre Kandidaten für den Wiener Wahlkreis Innen West, unter ihnen SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl, SPÖ-Europasprecher Caspar Einem und die SPÖ-Abgeordnete Renate Csörgits. Im Gespräch mit SoHo-Vorsitzendem Günter Tolar stellten die Kandidaten ihre Anliegen für die kommende Legislaturperiode vor.****

"Bei diesen Wahlen handelt es sich um eine Schicksalswahl und um eine historische Entscheidung", betonte Andrea Kuntzl. "Es ist eine Schicksalswahl für die Lebensbedingungen der Menschen." Die derzeitigen Regierungsparteien FPÖ und ÖVP hätten längst vereinbart, dass sie ihre Zusammenarbeit fortsetzen wollen, sagte Kuntzl. Zu befürchten sei, dass Maßnahmen wie die Einführung von Ambulanz- und Studiengebühren nur erste Schritte in Richtung Systemumbau seien. "Die wirklich großen Schritte folgen erst", konstatierte Kuntzl. So seien ein Wechsel von der Pflichtversicherung zur Versicherungspflicht und weitere Belastungen der Bürger im Bildungsbereich zu erwarten, sollte Schwarz-Blau auch die nächste Regierung stellen.

Caspar Einem sieht sich selbst als "eine personifizierte Alternative zu Schwarz-Blau." Er selbst habe sein Leben immer so gelebt, dass es ein Gegenentwurf zu blau-schwarzen Vorstellungen sei. "Es geht um ein klares politisches Engagement für jene, die benachteiligt sind", so der SPÖ-Abgeordnete. Einem betonte, dass er für die Abschaffung von Studiengebühren, für eine solidarische Finanzierung der Sozialversicherung und für die Beibehaltung der Neutralität eintrete. Des weiteren stelle er sich gegen Privatisierungen in jenen Bereichen, die die Grundbedürfnisse der Menschen betreffen würden. Dies reiche von der Bildung bis hin zur Wasserversorgung. Die SPÖ habe in den letzten zwei Jahren - dank Alfred Gusenbauer - "die programmatischen Tanks wieder aufgefüllt". Sollte die SPÖ erneut die Chance auf eine Regierungsbeteiligung erhalten, "dann wissen wir wofür wir kämpfen müssen".

Caspar Einem übergab im Rahmen der Veranstaltung auch eine Spende an Ute Bock und an das Wiener Integrationshaus. Er habe eine Klage gegen die 'Kronen Zeitung' gewonnen und wolle nun den erhaltenen Betrag von 50.000 Schilling diesen engagierten Sozialeinrichtungen zu Verfügung stellen, erklärte Einem.

Zwei Themenbereiche rückte die SPÖ-Abgeordnete Renate Csörgits in den Mittelpunkt ihres Statements - die Gesundheitsversorgung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Blau-Schwarz hat erste Schritte in Richtung Zwei-Klassen-Medizin gesetzt. Das ist unfair und unsozial", hielt Csörgits fest. Sie ist der Meinung, dass jeder, unabhängig von seinem Einkommen, das Recht auf die beste Gesundheitsversorgung habe. "Noch ist unser Gesundheitssystem gut. Aber das haben wir uns Sozialdemokraten zu verdanken. Das dürfen wir uns nicht kaputt machen lassen", so Csörgits.

Die derzeitige Bundesregierung habe nicht nur die falsche sondern sie habe überhaupt keine Frauenpolitik gemacht, monierte Csörgits. Kind und Beruf dürfe in der heutigen Zeit kein Gegensatz für Frauen sein. Deshalb wolle sie sich für mehr Kinderbetreuungseinrichtungen engagieren und fordere auch ein Mehr an Familienpflichten für Männer, schloss die SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) sw

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