Cap: Kampfflugzeug-Lobbyisten des Bundesheeres werden immer absurder

Wien (SK) Es sei an Absurdität kaum mehr zu überbieten, wenn die Kampfflugzeug-Lobbyisten des Bundesheeres nun schon mit der Bewerbung Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2010, die Notwendigkeit der Anschaffung dieses sündteuren Kriegsgerätes belegen wollen. "Diese an den Haaren herbeigezogene Argumentation hoher Luftwaffen-Offiziere belegt in Wirklichkeit nur eines - nämlich den Argumentationsnotstand jener, die verbissen um dieses unnötige Spielzeug für ein paar Luftwaffenoffiziere kämpfen", stellte der geschäftsführende Klubobmann der SPÖ, Josef Cap, Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. ****

Rein sachlich sei festzuhalten, so Cap, dass die vom IOC angefragte Luftraumüberwachung und Limitierung bereits bisher bei jedem Schirennen in Kitzbühel vorgenommen worden und mittels Erlassung einer Flugbeschränkung für die gesamte Dauer vom Verkehrsminister vorgenommen worden sei. Durchgeführt und umgesetzt worden sei dies mittels Austro-Control und des bestehenden Systems der Goldhaube. Die gleiche Vorgangsweise wäre auch für Olympische Spiele zu wählen. Zusätzlich wäre es sinnvoll, wenn Österreich mit seinen Nachbarstaaten Verträge abschließe, um diese Flugbeschränkungsgebiete auf die, an die Olympischen Spiele angrenzenden Regionen auszuweiten und auch von den Nachbarstaaten überwachen zu lassen.

Zudem sei festzustellen, dass als Ausgangspunkte einer eventuellen Bedrohung des österreichischen Luftraumes bei den Olympischen Spielen Deutschland, die Schweiz, Liechtenstein, Italien, Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien in Frage kommen. Allesamt Staaten, die entweder neutral, NATO-Mitglied, EU-Mitglied oder Beitrittswerber zur EU oder der NATO sind. Einem Luftangriff aus einem dieser Staaten auf den österreichischen Favoriten im Abfahrtslauf, den der Chef der Luftwaffenabteilung offensichtlich befürchtet und den abzuwehren er sich ohne modernste Kampfflugzeuge außer Stande sieht, räume er, Cap, daher nur eine geringe Wahrscheinlichkeit ein.

Was von diesen Aussagen hoher Luftwaffenoffiziere des Bundesheeres zu halten ist, zeigt, so Cap abschließend, folgendes Zitat aus der Zeitschrift der österreichischen Offiziersgesellschaft, in der es in der Ausgabe 3/2002 in einem Kommentar vom Präsidenten der Offiziersgesellschaft heißt: "Wir von der österreichischen Offiziersgesellschaft werden alle Mittel und Wege ergreifen, um dem von mir eingangs erwähnten Auftrag (u.a. Anschaffung von Abfangjägern, Anm.) gerecht zu werden. Ich habe in einer Krisensitzung des Präsidiums und einer Vorstandssitzung die notwendigen Aktionsprogramme besprochen und verabschiedet, wie wir uns in den nächsten Monaten verhalten werden." (Schluss) ns/mp/mm

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