FP-Madejski zu Badner Bahn: Vorschlag prinzipiell zu begrüßen - allerdings müssen auch die Begleitmaßnahmen folgen!

Intervallverdichtung der Linie 62 ist durch die neue Linieführung unumgänglich!

Wien, 17-10-2002 (fpd) - "Als prinzipiell begrüßenswert" bezeichnete der Planungssprecher der Wiener Freiheitlichen, LAbg. GR Dr. Herbert Madejski, den Versuch, die Badner-Bahn in Zukunft über die U6 Trasse in Richtung Klosterneuburg zu führen.

Dadurch ist erstmals eine direkte Verbindung des Wiener Umlandes mit wesentlichen Verkehrsknotenpunkten des Wiener ÖPNV gegeben. Allerdings, gibt Madejski zu bedenken, könnte sich durch diese gut gemeinte Idee anderenorts eine Unterversorgung des öffentlichen Nahverkehrs einstellen.
Die Badner-Bahn wird auf ihrer bisherigen Trasse in Wien als Straßenbahnersatz genutzt und auch die Intervallnutzung auf der U6 Trasse wird die Wiener Verkehrsplaner noch auf eine logistische Probe stellen. Die U6 ist gerade zu den Spitzenzeiten bereits jetzt in einem fast 2 minütigen Takt unterwegs. Ob und wie diese Auslastung mit den Badner-Bahn Zügen optimiert werden kann, wird der Praxisversuch zeigen.

Ein anderes Problem sieht Madejski in den Bereichen wo die Linie 62 derzeit parallel mit der Badner-Bahn bis zum Karlsplatz fährt. Viele Wienerinnen und Wiener, die bereits jetzt auf die Linie 62 angewiesen sind, verwenden diese abwechselnd mit der Badner-Bahn. Die Linie 62, die mit relativ großen Intervallen ihr bisheriges Auslangen gefunden hat, sollte daher für die Zeit des Badner-Bahn Versuchs mit zusätzlichen Zugsgarnituren ausgestattet werden um die Versorgung des ÖPNV in den Bezirken 12, 5, 4 und 1 auch in Zukunft sicherstellen zu können.

In diesem Zusammenhang sparte Madejski jedoch auch nicht mit Kritik am Wiener Planungsstadtrat Schicker, der noch im März des Jahres keine Möglichkeit zur Realisierung dieses Projekts sah. Diesen Sinneswandel, so Madejski, wünschen wir uns bei Schicker auch in der Frage der ÖPNV-Anbindung der Wienerbergsiedlung, denn bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es vom Wiener Planungsstadtrat keine verbindlichen Zusagen bzw. Pläne, die sich mit diesem Problem auseinandersetzen.

Abschließend betonte Madejski jedenfalls die nochmalige Zustimmung der Wiener FPÖ zu einer tragfähigen Nord-Süd-Verbindung in Wien und stellte nochmals fest, daß ein gutgemeinter Versuch jedenfalls nicht ohne die entsprechenden Begleitmaßnahmen stattfinden sollte. (Schluß) jen

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