Fischer: Für ein Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten

Wien (SK) "Die jüngste Mordserie mit Schusswaffen in den USA sollte ein erneuter Anlass für intensive Bemühungen sein, die darauf abzielen, das Vorhandensein von Schusswaffen in privaten Haushalten einzuschränken bzw. zu unterbinden," sagte heute der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Immer wieder gibt es entsetzliche Tragödien unter Benützung von Schusswaffen. Immer wieder wird dann nach Konsequenzen gerufen und immer wieder ist ein notwendiger Beschluss im Nationalrat verhindert worden. Eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat, die bewirkt, dass ÖVP und FPÖ Reformen beim Waffengesetz nicht mehr verhindern und blockieren können, würde den Weg frei machen für ein grundsätzliches Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten", so Fischer.

Nach den Vorstellungen sozialdemokratischer Abgeordneter soll es ein generelles Verbot von Schusswaffen in privaten Haushalten mit Ausnahmen für Sportschützen, Schützenkompanien, Jäger und für das Personal von konzessionierten Sicherheitsunternehmungen geben. "Zu diesem Zweck wäre es wichtig, in unserer Gesellschaft den Gedanken durchzusetzen, dass das Risiko und die Nachteile von Schusswaffen in Privathaushalten viel zu groß sind, als dass man weiterhin die Hände in den Schoß legen und auf die nächste Katastrophe warten darf", erklärte Fischer.

Es wäre dringend erforderlich, in dieser Frage Konsens auf der Basis klarer Positionen zu erzielen, sagte Fischer. "Die SPÖ wird in ihrem Wahlprogramm eine solche klare Position beziehen, die darauf abzielt, Waffen in Privathaushalten zu verbieten," schloss der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende. (Schluss) se/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001