Gedenken der Unfallopfer im Straßenverkehr

Kardinal König und ROTES DREIECK gedenken im Rahmen einer ökumenischen Gedenkfeier der verunfallten Straßenverkehrsopfer.

Wien (OTS) - Die Initiative österreichischer Unfallopfer - ROTES DREIECK - veranstaltet am Sonntag, 17. November 2002, ab 16:00 Uhr eine ökumenische Gedenkfeier für die Opfer des Straßenverkehrs in der Jesuitenkirche-Universitätskirche im ersten Wiener Gemeindebezirk.

Rund 930 Menschenleben werden jährlich durch Straßenverkehrsunfälle ausgelöscht. Leider sind in Österreich nach wie vor neben den Toten auch rund 8000 Schwerverletzte pro Jahr zu beklagen. Hauptursache der vielen Unfälle sind immer noch überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Abstand und Alkoholkonsum.

Nicht nur hinterbliebene Verwandte und Bekannte, sondern auch Verletzte mit bleibenden Behinderungen haben ein schweres Los zu tragen. An sie alle soll an diesem Tag gedacht werden.

Vertreter aller Glaubensrichtungen gedenken gemeinsam den Opfern des Straßenverkehrs. Kardinal Dr. Franz König hat sein Erscheinen zugesagt.

Der naive Glaube an die persönliche Unverwundbarkeit führt zu Fehlverhalten im Straßenverkehr. Die Zahl jener Familien, in denen ein Mitglied getötet oder schwer verletzt wurde steigt ständig. Die Verstorbenen hinterlassen unwiederbringliche Lücken, die Überlebenden müssen sich oft in einem vollkommen neuen Leben als Behinderte zurechtfinden. Das Leidensausmaß ist in der Öffentlichkeit viel zuwenig bekannt und kann nur von direkt Betroffenen nachempfunden werden.

Der Gedenktag dient der Erinnerung an die unschuldigen Opfer und soll die potenziellen Täter vor einem leichtsinnigen Verhalten warnen. Auch sie werden die Last eines derart folgenschweren Unfalls ein Leben lang nicht mehr los.

"Aus gegebenem Anlass rufen wir dazu auf, in Stadt und Land all der Unfallopfer im Straßenverkehr zu gedenken und ersuchen die Pfarrer an diesem Sonntag den Betroffenen und Angehörigen Trost zu spenden", so Dr. Rudolf Grünzweig, Leiter des ROTEN DREIECKS.

Das ROTE DREIECK wurde 1993 auf Initiative des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) gegründet und ist Mitglied der Organisation F.E.V.R. (Fédération Européene des Victimes de la Route). Das ROTE DREIECK ist eine Anlaufstelle für betroffene Unfallopfer oder deren Angehörige. Die Initiative verfügt über Kontakte zu den Institutionen und Behörden, die je nach Einzelfall benötigt werden, bzw. gibt Auskünfte, bietet organisatorische Hilfe, fachliche Beratung und persönlichen Beistand.

In Europa wird jedes Jahr am 3. Sonntag im November der Straßenverkehrsopfer gedacht.

Rückfragehinweise:
ROTES DREIECK
Dr. Rudolf Grünzweig
Tel.: 0800 22 00 30
mailto: office@rotesdreieck.at
www.rotesdreick.at

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
pr@kfv.at
http://www.kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS0001