Auslandsreisen von Spitzenpolitikern kurbeln Österreichs Exporte an

72 % Exportsteigerung nach Bundespräsidentenreise in die Volksrepublik China

Wien (PWK741) - Österreichs Exportwachstum ist eines der höchsten in der EU. In den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres nahmen die Exporte trotz Konjunkturflaute laut Berechnungen von Statistik Austria um 3,5 Prozent zu. Als "goldener Türöffner für den Export" bezeichnete Wirtschaftskammer Österreich Präsident Christoph Leitl Auslandsreisen, die hochrangige Politiker in Begleitung von Wirtschaftsdelegationen durchführen. "Es zeigt sich, dass die österreichischen Ausfuhren in Destinationen, in die Staatsbesuche durchgeführt werden, überproportional ansteigen. So nahmen etwa unsere Exporte nach China im Jahr 2001 um 72 Prozent zu, nachdem Bundespräsident Klestil mit einer großen Wirtschaftsmission Anfang 2001 die Volksrepublik besucht hat."

Bei dieser Gelegenheit wurden 26 Projekte österreichischer Unternehmen in China unterschrieben, im Gesamtjahr konnte das traditionelle Handelsbilanzdefizit mit China deutlich verringert werden. Mit über 7 Prozent jährlichem Wirtschaftswachstum steht China im internationalen Vergleich ausgezeichnet da. "Mit hochrangiger Präsenz und kräftigen Exportsteigerungen kann Österreich an dem dynamischen Konjunkturwachstum partizipieren", erklärt Leitl.

Ähnlich wirkten sich die Reisen von Bundeskanzler Schüssel heuer im Jänner nach Russland auf die Halbjahreswerte (10 Prozent Exportplus) und von Außenministerin Ferrero-Waldner im Vorjahr nach Frankreich aus, wohin Österreichs Lieferungen 2001 ebenfalls um 10 Prozent zulegten. "Durch das hohe Ansehen unserer Spitzenpolitiker im Ausland wird bei Besuchen vor Ort ein österreichfreundliches Klima geschaffen, das oftmals auch als Initialzündung für zahlreiche Exportgeschäfte österreichischer Unternehmen dient", zeigt sich Leitl überzeugt.

Dies ist insbesondere heuer von großer Bedeutung, wo wir uns ohne kontinuierliches Exportwachstum bereits in einer Rezession befinden würden. "Ein Prozentpunkt weniger Export reduziert aber nicht nur das Bruttoinlandsprodukt um etwa einen halben Prozentpunkt, sondern kostet auch tausende Arbeitsplätze", weist Leitl auf die volkswirtschaftliche Komponente des Exports als Konjunktur- und Wohlstandsmotor Nummer eins hin.

Für 2003 plant die Außenwirtschaft Österreich der WKÖ neben 139 Messebeteiligungen 78 Wirtschaftsmissionen in insgesamt 69 Länder, etliche davon wiederum mit heimischen Spitzenpolitikern. (Ne)

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