Tagung der österreichischen Verkehrsverbünde

Verkehrsverbünde als Brücke zwischen Mensch und Technik

Wien (OTS) - Am Mittwoch und am Donnerstag findet in Baden bei
Wien eine Tagung der österreichischen Verkehrsverbünde statt, der von der Interessengemeinschaft Österreichischer Verkehrsverbünde (IGV) veranstaltete "6. Verkehrs-Verbundtag". Die IGV ist ein Zusammenschluss der österreichischen Verkehrsverbünde und versteht sich als länderübergreifende Plattform zum gegenseitigen Meinungsaustausch und zur Vertretung der Verkehrsverbünde nach außen. Themenschwerpunkt der diesjährigen Tagung der Fragenkomplex, wie der Brückenschlag zwischen Mensch und Technik gelingen kann und trotz steigender Kosten der Fahrgast, und damit der Mensch, im Mittelpunkt bleibt. Für den größten Verkehrsverbund Österreichs, den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der nach dem Ausscheiden des Bundes von den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland allein getragen wird, und in dessen Einzugsgebiet rund ein Drittel der österreichischen Bevölkerung lebt, ging auch Geschäftsführer Direktor Manfred Novy als einer der Eröffnungsredner (nach Bundesminister Reichhold und Landeshauptmann Dr. Pröll) auf diese Thematik ein.

Novy sagte, man habe ganz bewusst die Reihenfolge Mensch -Technik gewählt, dies müsse auch bei den Innovationen zum Ausdruck kommen, der Verkehr und seine Organisation müsse sich noch viel mehr den Menschen zuwenden, den Verkehrsverbünden komme dabei eine ebenso wichtige wie verantwortungsvolle Rolle zu. Denn: "Es gilt, gemeinsam mit den Verkehrsfachleuten ansprechende und nicht rein technokratische Lösungen zu finden. Die Menschen sollen das Gefühl bekommen, dass sie bei uns - den Verkehrsverbünden, dem öffentlichen Verkehr überhaupt - gut aufgehoben sind". Auch auf die geistig-seelische Seite des Benützens von Verkehrsmitteln wurde eingegangen, so meinte Bischofsvikar Pater Amadeus Hörschläger (OCist), man müsse ganz bewusst auf die menschliche Seele eingehen und auf ihre Reaktionen achten, um zum Nachdenken anzuregen bei der Frage: Was benützte ich - ein öffentliches Verkehrsmittel oder mein Auto? Es gehe auch darum, "die menschliche Befindlichkeit" immer wieder neu zu überdenken, man dürfe nicht stehen bleiben bei einem gewissen Alter und damit einem festgefahrenen Erfahrungslevel, so Beat Krippendorf in seinem Beitrag "Von der Produkt- zur Dienstleistungskultur".

Naturgemäß nehmen die organisatorischen und technischen Hilfsmittel für ein möglichst reibungsloses Funktionieren der Verkehrsabläufe einen breiten Raum ein, eine große Zahl innovativer Produkte unter dem Schwerpunkt "Innovationen - Verkehrstelematik" wird vorgestellt: Darunter etwa ISCOM Informationssysteme für kombiniertes Mobilitätsmanagement in Städten und Regionen (DI Andrea Stütz, VOR), MAKE IT Steuersystem (DI Thomas Perlaky, Amt der Burgenländischen Landesregierung), BEHA - Bedarfshaltestellen, CONTACT Anschluss-Sicherung im ländlichen Raum (DI Werner Reiterlehner, Steiermark). (Schluss) pz

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