Innsbrucker Wissenschaftler analysieren Online-Wahlbörse zu den Nationalratswahlen 2002: SPÖ vor ÖVP und FPÖ vor den Grünen in der Wahlbörse

Wien (OTS) - Jour Fixe mit Peter Filzmaier, Jürgen Huber und Günther Fädler -Donnerstag, 17. Oktober 2002, 10 Uhr 30 - Buchegger, Denoth, Feichtner NET, Siebensterngasse 46/1/44, 1070 Wien

Wahlbörsen im Internet dienen der Preisbildung auf politischen Märkten zur Vorhersage des Wahlergebnisses. Das Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) und das Institut für betriebliche Finanzwirtschaft der Universität Innsbruck sowie die Firma Buchegger, Denoth, Feichtner NET gestalten für die Prognose der österreichischen Nationalratswahlen 2002 die "Presse"-Wahlbörse. Es wird erstmals versucht, im Rahmen von Wahlbörsen eine wissenschaftliche Betreuung, ein ausgefeiltes Software-Paket und eine analytische Berichterstattung zu verknüpfen.

In ihrem Bericht analysieren der Politologe Peter Filzmaier und der Wirtschaftswissenschaftler Jürgen Huber, dass die Wahlbörsedaten der ersten Woche zeigen die SPÖ (34 Prozent) vor der ÖVP (33) und die FPÖ (14) vor den Grünen (13). Die Abstände sind mit jeweils etwa einem Prozent äußerst knapp, die Positionen aber trotzdem seit Handelsbeginn konstant. SPÖ/Grüne und ÖVP/FPÖ als mögliche Regierungskoalitionen befinden sich in einer absoluten Pattsituation. Andere, kleinere Parteien verfügten in der Vorwoche über eine überproportionale Medienpräsenz und werden hoch bewertet. Politische Ereignisse wie der Wahlkampfauftakt der SPÖ und der Bundeskongress der Grünen haben den Kurs dieser Parteien aber im Unterschied zu einem Broukal-Faktor für die SPÖ nicht beeinflusst.

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Institut für interdisziplinäre Forschung
und Fortbildung (IFF)
Abteilung Politische Bildung
Universität Innsbruck,
Tel. 0 512/507-70 64 (Fax 28 49)
peter.filzmaier@uibk.ac.at
http://polbil.uibk.ac.at

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