Niederwieser zu VP-Bildungsvorhaben: Ich höre wohlwollend die Worte - allein mir fehlt der Glaube

Weitere sieben Jahre BM Gehrer sind gefährliche Drohung für Universitäten

Wien (SK) "Es war nicht alles schlecht, was Ministerin Gehrer getan hat, Akzente hat sie jedoch nur mit der völlig missglückten Universitätsreform gesetzt", betonte SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die heutige Ankündigung von Bundeskanzler Schüssel, er wolle mit Gehrer "weitere sieben gute Jahre" verbringen, müsse als "gefährliche Drohung für die Universitäten" verstanden werden, so Niederwieser. ****

Die bildungspolitischen Vorhaben der ÖVP bezeichnet SPÖ-Niederwieser als "tadellos", befürchtet jedoch, dass es sich hier um Sonntagsreden handle. "Ich höre wohlwollend die Worte, mir fehlt aber der Glaube dazu", so Niederwieser. Sich für eine Verdoppelung der AkademikerInnenquote und ein besseres Betreuungsverhältnis an den Unis einzusetzen, die finanziellen Mittel aufzustocken und die Forschungsquote auf 2,5 Prozent anzuheben seien Pläne, denen niemand widerspreche, allerdings gebe es bei den ÖVP-Plänen keinen Anhaltspunkt, wie dies umgesetzt werden solle.

Hinsichtlich der Unireform teilt Niederwieser den Optimismus Gehrers nicht. "Nach ersten Beobachtungen sind die Jubelschreie an den Unis völlig ausgeblieben. Wenn Gehrer glaubt, dass das UG so viele Befürworter hat, sollte sie auch den Mut aufbringen, eine demokratische Wahlordnung für die Gründungskonvente zu erlassen", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher. Die von Gehrer erlassene Verordnung sei ein "demokratiepolitischer Skandal, denn es wurde auf das Quorum verzichtet, womit in letzter Konsequenz der Rektor mit nur einer Stimme gewählt werden kann", schloss Niederwieser. (Schluss) cs/mm/mp

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