unter tische überhalten - Neuerwerbungen in der Möbelsammlung

Eine Auswahl / Eine Aufstellung von Hil de Gard

Wien (OTS) - Ausstellungsort MAK-Studiensammlung Möbel MAK, Stubenring 5, A-1010 Wien

Ausstellungsdauer 23. Oktober 2002 - 5. Jänner 2003 Öffnungszeiten Di (MAK NITE©) 10.00-24.00 Uhr
Mi-So 10.00-18.00 Uhr, Mo geschlossen

Ausgangspunkt der MAK-Ausstellung "unter tische überhalten" sind Tische des 19. und 20. Jahrhunderts, die in den vergangenen 20 Jahren als Neuerwerbungen in die Möbelsammlung des MAK aufgenommen werden konnten. Ziel der Ausstellung ist es einerseits, Einblick in einen Teilbereich der Sammlungstätigkeit zu gewähren, andererseits den durch die Musealisierung entstandenen Funktionsverlust der Objekte zu hinterfragen.

Die MAK-Möbelsammlung konzentrierte sich in den vergangenen Jahren nicht allein auf formale und fertigungstechnische Qualitäten der neuerworbenen Exponate, sondern auch auf die Tatsache, dass jedes Möbelstück ein bewusster Teil unserer materiellen Identität und somit Ausdruck unserer Entwicklungs- und Wertegeschichte ist. Darauf wurde auch bei der Auswahl der in der Ausstellung gezeigten Objekte Wert gelegt: Neben repräsentativen Möbelstücken sind auch solche zu sehen, die unseren angestammten Vorstellungen von sammlungswürdig nicht entsprechen, aus der Mode bzw. wieder in Mode gekommen sind, verschiedene Hausbräuche dokumentieren und sich zudem in ihren jeweiligen Funktionen unterscheiden.

Es sind jedoch nicht allein die Möbelstücke, die im Vordergrund dieser Ausstellung stehen. Die Funktion der gesammelten Gebrauchsgegenstände, die im musealen Rahmen ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren, zu reinen Objekten werden, soll hinterfragt werden. Zu diesem Zweck hat die Künstlerin Hil de Gard für die MAK-Möbelsammlung eine schiefe Ebene konzipiert, auf der die ausgewählten Tische aufgestellt sind. Durch die ansteigende Höhe der Ebene sind die Tische weder in ihrer gewohnten Position als Möbel am Zimmerboden zu sehen noch als Ausstellungsobjekt auf einem Podest.

Die dadurch neu geschaffenen Perspektiven sollen die Besucher zu Denkprozessen über Funktion und Verwendung anregen, sie sollen zudem einladen, den Tischen unter die Platte zu schauen und den Blick auch auf die Beine lenken.

Hil de Gard setzte sich in den vergangenen Jahren sowohl theoretisch - in ihrem linguistischen Möbelprojekt "von TISCHen" -als auch praktisch mit dem Tisch als Objekt auseinander. In den letzten drei Jahren entstanden in Zusammenarbeit mit Tischlerwerkstätten Tische, die mit sprachlichen Begriffen spielen. Jeder dieser Tische trägt den Wortstamm als Intarsie in sich, das Wort ist Teil des Tisches, das Suffix tisch ist Tisch geworden. Realisiert wurden u. a. phantas (Tisch), poli (Tisch) oder patrio (Tisch), welcher auch in der Ausstellung zu sehen ist.

Eine von Hil de Gard an der Saalwand angebrachte Rasterarbeit, die den Exponaten der Ausstellung gegenübergestellt ist, bezieht sich auf die grundlegende Definition des Tisches, nach welcher ein Tisch als ein Möbelstück aus einer waagrechten Platte, die auf einem oder mehreren Beinen ruht, zu verstehen ist. Diese Definition wird durch die Künstlerin hinterfragt und reflektiert.

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung wird die im Zusammenhang mit dem linguistischen Möbelprojekt entstandene "Motette tisch" von Hil de Gard und Klaus Tschabitzer im Rahmen der MAK NITE (c)uraufgeführt.

Pressedaten
unter tische überhalten
Neuerwerbungen in der Möbelsammlung
Eine Auswahl / Eine Aufstellung von Hil de Gard

Eröffnung Dienstag, 22. Oktober 2002, 20.00 Uhr
Ausstellungsort MAK-Studiensammlung Möbel MAK, Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer 23. Oktober 2002 - 5. Jänner 2003 Öffnungszeiten Di (MAK NITE(c)) 10.00-24.00 Uhr,
Mi-So 10.00-18.00 Uhr, Mo geschlossen

MAK-Ausstellungskurator Christian Witt-Dörring

MAK NITE(c) Ausgehend vom linguistischen Möbelprojekt von Hil de Gard entstand der Text zur "Motette tisch", die im Rahmen der MAK NITE(c) in der Vertonung von Klaus Tschabitzer / der schwimmer uraufgeführt wird.

Feiertage 24. 12. Heiliger Abend, 10.00 - 15.00 Uhr
25. 12. Christtag, geschlossen 31. 12. Silvester,
10.00 - 15.00 Uhr 1. 1. Neujahr, geschlossen

Pressevorinformation KNOTEN SYMMETRISCH_ASYMMETRISCH Orientalische Knüpfteppiche aus der MAK-Sammlung

Pressepreview Dienstag, 10. Dezember 2002, 10.30 Uhr
Eröffnung Dienstag, 10. Dezember 2002, 20.00 Uhr
Ausstellungsort MAK-Ausstellungshalle/MAK-Schausammlung Orient/MAK-Studiensammlung Textil Weiskirchnerstraße 3, A-1010 Wien/ Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer 11. Dezember 2002 - 23. Februar 2003 Öffnungszeiten Di (MAK NITE(c)) 10.00-24.00 Uhr
Mi-So 10.00-18.00 Uhr, Mo geschlossen

Mit der MAK-Ausstellung "Knoten symmetrisch_asymmetrisch" wird eine der weltweit bekanntesten und wertvollsten Teppichsammlungen erstmals in diesem Umfang vorgestellt. Anlass für die Präsentation der orientalischen Knüpfteppiche bietet der vergangenes Jahr publizierte Katalog "Die orientalischen Knüpfteppiche im MAK" von Angela Völker.

Rund 90 Teppiche aus Persien, Ägypten, dem ehemaligen Osmanischen Reich und Zentralasien wurden ausgewählt und durch wenig bekannte bestickte türkische und zentralasiatische Stickereien der MAK-Textilsammlung ergänzt. Schwerpunkt und Ziel der Ausstellung ist es, den bisher noch nie vollständig publizierten Bestand orientalischer Teppiche des MAK vorzustellen, um damit ein präzises und dem aktuellen Forschungsstand entsprechendes Bild der Wiener Orientteppichsammlung zu vermitteln. Bei der Auswahl sowie Präsentation der Teppiche, die an drei Orten im MAK ausgestellt sind, wurde auf geografische Produktions- und Herkunftsbereiche Bezug genommen.

Die Künstlergruppe GANGART, die die Ausstellung kuratiert, nahm diese Gegebenheiten zum Ausgangspunkt, um auf das Wesen und die Funktion der Exponate hinzuweisen. In der Ausstellung werden Filmarbeiten geladener internationaler Regisseure und Regisseurinnen zu sehen sein, die die narrativen Dukti aufnehmen, verorten und organisieren. In den Filmen, deren Verhältnis zu den Teppichen sich als "Fragment" einer Gesamterzählung beschreiben lässt, werden Aspekte, Details und Charakteristika der Teppiche in einem neuen Medium fortgesetzt. Pressedaten

KNOTEN SYMMETRISCH_ASYMMETRISCH
Orientalische Knüpfteppiche aus der MAK-Sammlung
Pressepreview Dienstag, 10. Dezember 2002, 10.30 Uhr
Eröffnung Dienstag, 10. Dezember 2002, 20.00 Uhr
Ausstellungsort MAK-Ausstellungshalle/MAK-Schausammlung Orient/MAK-Studiensammlung Textil Weiskirchnerstraße 3, A-1010 Wien/ Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer 11. Dezember 2002 - 23. Februar 2003
Ausstellung Peter Noever
Wissenschaftliche Leitung Angela Völker

Kuratoren GANGART
Gestaltung GANGART
Katalog "Die orientalischen Knüpfteppiche im MAK" von Angela Völker, hrsg. von Peter Noever, MAK, deutsche Ausgabe, 436 S., 210 Farbabb., Böhlau Verlag, Wien 2001, Euro 95,-

Öffnungszeiten Di (MAK NITE(c)) 10.00-24.00 Uhr Mi-So 10.00-18.00 Uhr, Mo geschlossen

Rückfragen & Kontakt:

Presse MAK
Malou Thilges
Tel. (+43-1) 711 36-233 Fax (+43-1) 711 36-227
presse@MAK.at http://www.MAK.at

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